Nach langer Verletzungspause

Start ins WM-Jahr: Marco Reus steht vor Comeback

+
Das letzte Mal trug Marco Reus das DFB-Trikot im März 2016 beim Freundschaftsspiel gegen Italien (4:1 Sieg).

Marco Reus steht vor der Rückkehr in die Nationalmannschaft. Die Nominierungen am Freitag für die Kracher gegen Spanien und Brasilien könnten zeigen, wie das WM-Aufgebot aussehen wird.

Köln - Comeback von Marco Reus? Debüt von Philipp Max? Mario Gomez oder Sandro Wagner? Mit der Beantwortung dieser Fragen wird Joachim Löw bei seiner Kader-Nominierung am Freitag für die Kracher gegen Spanien und Brasilien einen deutlichen Fingerzeig Richtung WM geben.

Direktor Nationalmannschaft Oliver Bierhoff sieht für den Bundestrainer bei den letzten Länderspielen vor der Nominierung des vorläufigen Turnier-Kaders am 15. Mai "die Möglichkeit, nicht nur den ein oder anderen Spieler zu testen, sondern auch alle auf Russland einzuschwören" - auf die "historische Mission" Titelverteidigung.

Bierhoff: „Reus ist ein Spieler, der schon mal den Unterschied ausmacht“

Dabei scheint es an der Rückkehr von Reus in den Kreis der Nationalmannschaft nach fast zwei Jahren die geringsten Zweifel zu geben - obwohl der Konkurrenzkampf laut Bierhoff härter ist als 2014. "Marco Reus ist ein Spieler, der schon mal den Unterschied ausmacht", lobte Löw den immer wieder von Verletzungen ausgebremsten Offensivspieler von Borussia Dortmund.

Mit nun auch schon 28 Jahren brachte es Reus lediglich auf 29 Einsätze (neun Tore) in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Die WM 2014 verpasste er ebenso wie die EM 2016. Doch die Leidenszeit ist vorbei, die WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) das Ziel.

"Wenn alles normal läuft und ich meine Leistung zeige, denke ich, dass ich gute Chancen habe, dabei zu sein", sagte Reus, der sein bisher letztes Länderspiel am 29. März 2016 gegen Italien bestritt, bei goal.com. Bierhoff meinte: "Die Qualitäten hat er ja. Das Wichtigste, was er jetzt braucht, ist Gesundheit, Ruhe und Fokussierung."

Vor allem Letzteres gilt für das gesamte Team. "Ich gehe davon aus, dass jeder Spieler die Spiele nutzen will, um seine Position zu festigen", sagte Bierhoff am Mittwoch bei einer Gesprächsrunde in München: "Der Konkurrenzkampf ist durch den Confed Cup nicht kleiner geworden - das ist spannend." Zumal er das Team "besser aufgestellt" sieht als beim WM-Triumph von Rio 2014 oder beim EM-Halbfinal-Aus 2016.

Reus und Co. sind deshalb aufgefordert, in den Duellen mit Spanien (23. März) in Düsseldorf und vier Tage später mit Rekordweltmeister Brasilien in Berlin Eigenwerbung zu betreiben. Zumal Bierhoff im Sinne Löws betonte: "Wenn wir erfolgreich sein wollen, dürfen wir kein Prozent nachlassen!"

Die Wackelkandidaten: Gomez, Wagner, Max, Hector - und Neuer

Für einige Wackelkandidaten ist es die letzte Chance, sich beim Bundestrainer im "härtesten Konkurrenzkampf, den wir je erlebt haben", zu empfehlen. Um einen Platz im Angriff kämpfen der Stuttgarter Gomez und der Münchner Wagner. Beide Profis erklärten zwar, dass sie sich eine gemeinsame WM-Teilnahme vorstellen können. Doch Löw wird wohl nur einen Stoßstürmer berufen.

Eine ganz starke Saison spielt Philipp Max. Der Augsburger könnte als Alternative zu Linksverteidiger Jonas Hector noch auf den WM-Zug aufspringen. Größere Überraschungen im WM-Aufgebot oder gar eine "Geheimwaffe" wie David Odonkor 2006 erwartet Bierhoff "eigentlich nicht, der Kreis ist mehr oder weniger bekannt".

Noch nicht wieder dazu gehört Kapitän Manuel Neuer, für den es nach seiner erneuten Fuß-OP noch immer keinen Comeback-Termin gibt. Löw ist dennoch "felsenfest" von einer WM-Teilnahme seiner Nummer eins überzeugt.

Fällt Neuer aber aus, muss der Bundestrainer weitere Fragen beantworten.

SID

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.


Es gelten die Datenschutzbestimmungen unserer Webseite.

Meistgelesen

Fans rasten wegen Doppelpass aus: „Habt ihr noch alle Latten am Zaun?“

Fans rasten wegen Doppelpass aus: „Habt ihr noch alle Latten am Zaun?“

Löw: "Das war natürlich eine sehr brutale Niederlage"

Löw: "Das war natürlich eine sehr brutale Niederlage"

Nach „Scheißdreck“-Attacke von Uli Hoeneß: Jetzt äußert sich Juan Bernat

Nach „Scheißdreck“-Attacke von Uli Hoeneß: Jetzt äußert sich Juan Bernat

Nations League: Kroatien und England trennen sich unentschieden

Nations League: Kroatien und England trennen sich unentschieden

Löw ignoriert Ballack: Interessiert mich schlichtweg nicht

Löw ignoriert Ballack: Interessiert mich schlichtweg nicht

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren