Luca Waldschmidt trifft

Der SC Freiburg setzt sich oben fest

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Freiburgs Torschütze Luca Waldschmidt (r) jubelt mit Christian Günter über den Treffer zum 2:1 gegen Düsseldorf. Foto: Roland Weihrauch

Dank Joker Waldschmidt steht Freiburg nach sechs Spieltagen in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga. Trainer Streich will nach dem 2:1 in Düsseldorf von einer Euphorie nichts wissen. Für die unglückliche Fortuna war es das fünfte sieglose Spiel am Stück.

Düsseldorf (dpa) - Matchwinner Luca Waldschmidt hatte nach seinem Siegtor keine Lust mehr. Nach dem glücklichen 2:1 (1:1) am Sonntag bei Fortuna Düsseldorf, das den SC Freiburg auf Platz drei der Fußball-Bundesliga hievte, wollte Freiburgs Edeljoker nichts mehr sagen.

Dafür rühmten andere den Matchwinner. Trainer Christian Streich sprach von einer "überragenden Aktion" und großer "individueller Klasse". Sportvorstand Jochen Saier würdigte den zehn Minuten zuvor eingewechselten Waldschmidt für sein Tor (81. Minute) als "kleinen Robben, wir er da nach innen zieht".

Beim jüngst ins Nationalteam berufenen Waldschmidt jedoch war die Enttäuschung offenbar zu groß, zum dritten Mal in Serie nicht in der Startelf gestanden zu haben. "Es ist für einige echt nicht so einfach, wenn man Luca heute zum Beispiel sieht. Aber es kommt nicht auf Einzelne an, nur auf die Mannschaft", befand Kapitän Christian Günter hernach. Und diese Mannschaft von Trainer Streich macht es derzeit so effizient wie erfolgreich. "Dass es heute kein Leckerbissen war, nehmen wir mal so an", sagte Günter berechtigt.

Der erste Bundesliga-Sieg überhaupt gegen die Fortuna resultierte aus einem insgesamt sehr mäßigen Spiel. "Eigentlich war es ein Unentschieden-Spiel. Das ist schon wahnsinnig glücklich für uns", gestand auch Streich. Das Siegtor fiel inmitten einer Druckphase der Fortuna, die zum fünften Mal am Stück sieglos blieb. "Man sieht es an Freiburg: Wenn es läuft, dann läuft's. Die haben einen Lauf und wir haben keinen Lauf", befand Düsseldorfs Sportchef Lutz Pfannenstiel.

Freiburg sprang mit nun 13 Punkten hinter Tabellenführer FC Bayern (14) und den punktgleichen Leipzigern auf Rang drei. Die Fortuna hingegen steckt mit nur vier Zählern im Tabellenkeller fest und hat einen Punkt weniger als zu selben Zeit der Vorsaison, in der souverän der Klassenverbleib glückte. Die Führung durch Rouwen Hennings (42.) war zu wenig für Düsseldorf. Für Freiburg hatte noch vor der Pause Jonathan Schmidt (45.) ausgeglichen. Der von Lucas Höler kläglich verschossene Foulelfmeter (73.) fiel nicht ins Gewicht.

Platz drei und 13 Punkte wollte das Saison-Überraschungsteam nicht überbewerten. "Das nehmen wir jetzt mal als schöne Momentaufnahme", meinte Kapitän Günter, verwies aber schelmisch auf das nun folgende "Spitzenspiel gegen Dortmund" am kommenden Wochenende. Coach Streich hingegen versuchte alles, was auch nur entfernt auf eine Euphorie hindeutete, zu ersticken: "Es ist schön, dass wir schon einige Punkte Vorsprung auf den drittletzten Platz haben. Und nur das zählt in Freiburg."

Die Spieler deuteten aber an, dass es durchaus noch mehr als eine Momentaufnahme für den Sportclub werden kann. "Wir haben jetzt schon einen Auswärtssieg mehr als in der letzten Saison", erinnerte etwa Kapitän Günter. Mit drei Auswärtssiegen war sein Club sowieso noch nie in eine Saison gestartet. "Wir finden ein gutes Gleichgewicht zwischen Defensive und Offensive und sind sehr effizient. Es ist im Moment für jeden schwer, gegen uns zu spielen", sagte Günter weiter.

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