"Auch für die Liga nicht positiv"

Seeler: HSV-Abstieg wäre Katastrophe für Hamburg

Uwe Seeler
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HSV-Legende Uwe Seeler.

Hamburg - Fußball-Idol Uwe Seeler hat eine Fehlerkette der Club-Führung für den drohenden Abstieg des Hamburger SV aus der Bundesliga verantwortlich gemacht.

„Vor allem hat man keine schlagkräftige Mannschaft zusammengestellt. Selbst wenn man viele gute Spieler hat, muss es passen. Nur dann hat man im Fußball auch Erfolg“, sagte der 78 Jahre alte Ex-Nationalspieler der Deutschen Presse-Agentur. Sollte der erste HSV-Abstieg aus der Bundesliga tatsächlich eintreten, wäre dies „für Hamburg eine Katastrophe“ und „auch für die Liga nicht positiv“, glaubt der DFB-Ehrenspielführer.

Der Tabellenvorletzte muss sein Heimspiel am Samstag gegen den FC Schalke 04 gewinnen und benötigt Schützenhilfe der Mitkonkurrenten in den Duellen SC Paderborn gegen VfB Stuttgart und Hannover 96 gegen SC Freiburg. „Der Glaube ist schon mal fast weg, aber die Hoffnung stirbt ja immer zuletzt. Aber natürlich ist sie nicht allzu groß, da bin ich ganz ehrlich“, sagte der frühere HSV-Spieler und -Präsident.

Seeler erwartet von den HSV-Profis, dass sie noch einmal alles in die Waagschale werfen und versuchen, ihre letzte Chance zu nutzen. „Die Mannschaft muss ein gutes Spiel abliefern, fighten und alles geben. Das ist sie dem Publikum schuldig“, betonte „Uns Uwe“.

Absturz! Diese Vereine spielten einst in der 1. Bundesliga

Bundesliga, Absturz, Amateure, Abstieg, Vereine
1. FC Saarbrücken: Insgesamt fünf Spielzeiten (1963/64, 1976–78, 1985/86, 1992/93) waren die Saarländer in der 1. Bundesliga vertreten. Aktuell spielt der FCS nur noch in der Regionalliga (4. Liga). © dpa
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Alemannia Aachen: Erstklassige Fans, erstklassiges Stadion - und die Mannschaft kickt aktuell nur noch in der Regionalliga (4. Liga). Vier Jahre war die Alemannia Mitglied der 1. Liga (1967–70, 2006/07). © dpa
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Arminia Bielefeld: 16 Spielzeiten erstklassig! Und heute? Die Ostwestfalen pendeln zwischen 2. und 3. Liga, aktuell spielt man mal wieder in ersterer. © dpa
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Borussia Neunkirchen: Die Erstliga-Zeiten der Saarländer sind schon lange her. Insgesamt in drei Spielzeiten trat die Borussia in Liga eins an (1964–66, 1967/68). Aktuell spielt man in der Oberliga (5. Liga). © dpa
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FC Energie Cottbus: Zweimal für jeweils drei Jahre (2000–03, 2006–09) wurde in der Lausitz erstklassig gespielt. Im Sommer 2014 stürzte der FCE erstmals nach 14 Jahren wieder in die Drittklassigkeit ab, mittlerweile spielt Cottbus sogar nur noch viertklassig. © dpa
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FC 08 Homburg: Ende der 80er Jahre erlebte der FCH seine größten Jahre. Von 1986 bis 88, sowie 1989/90 kickte der heutige Regionalligist (4. Liga) in der höchsten Spielklasse. © dpa
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FC Hansa Rostock: Großer Name, tiefer Sturz! Zwölf Jahre lang war der FCH das Fußball-Aushängeschild des Ostens, doch jetzt pendelt der krisengebeutelte Verein zwischen 2. und 3. Liga (aktuell Liga drei). © dpa
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SC Fortuna Köln: Ein Jahr wurde in der Kölner Südstadt Erstliga-Fußball gespielt (1973/1974). Nach dem Absturz bis in Liga fünf spielt die Fortuna jetzt zumindest wieder in der 3. Liga. © dpa
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KFC Uerdingen 05: Der DFB-Pokalsieger von 1985 absolvierte 14 Jahre in der 1. Liga (zuletzt 1996), kickt mittlerweile aber nur noch in Liga fünf (Oberliga Niederrhein). © dpa
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Kickers Offenbach: 1968/69, 1970/71, 1972–76 und 1983/84 war der Bieberer Berg Erstliga-Spielort. 1970 gewann der OFC sogar den DFB-Pokal. Heute spielt Offenbach in der viertklassigen Regionalliga. © dpa
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MSV Duisburg: Der Lizenzentzug 2013 ließ den traditionsreichen Ruhrpottclub in die 3. Liga stürzen. Insgesamt spielten die Meidericher 28 Jahre in der Bundesliga (zuletzt 2008). © dpa
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Preußen Münster: Der SCP war Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga 1963, danach verschwanden die Preußen in den unteren Ligen. Heute kämpft man in der 3. Liga um den Aufstieg. © dpa
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Rot-Weiss Essen: Der deutsche Meister von 1955 spielte sieben Jahre erstklassig (1966/67, 1969–71, 1973–77) und kickt heute im neuen Stadion in der Regionalliga (4. Liga). © dpa
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Rot-Weiß Oberhausen: Von 1969 bis 1973 war RWO ein Erstliga-Verein, doch der Underdog kam anschließend nicht über Liga zwei hinaus. Heute spielt man in der 4. Liga, der Regionalliga West. © dpa
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SG Wattenscheid 09: Von 1990 bis 1994 war der Bochumer Verein Bundesligist. Der Lokalrivale des VfL ist momentan meilenweit von neuen Derbys entfernt, spielt in der 4. Liga. © dpa
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SpVgg Unterhaching: Unvergessen, wie die Münchner Vorstädter anno 2000 Bayer Leverkusen die Meisterschaft vermiesten. Nach zwei Jahren in der Bundesliga ging es wieder runter, aktuell kämpft  Haching um den Aufsteig in die 3. Liga. © dpa
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SSV Ulm 1846: Sensationell stiegen die Spatzen 1999 in die 1. Liga auf, um direkt wieder abzusteigen. Nur ein Jahr später folgte der Absturz per Lizenzentzug in die 6. Die Fußball-Abteilung spaltete sich 2009 vom Verein ab und spielt momentan als SSV Ulm 1846 Fußball in der Regionalliga Südwest (4. Liga) an. © dpa
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Stuttgarter Kickers: Ja, auch die Schwabenmetropole hatte schon Erstliga-Derbys (1988/89, 1991/92). Doch momentan gibt es nur die Duelle des VfB II gegen die Kickers in der 4. Liga. © dpa
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Tennis Borussia Berlin: TeBe war 1974/1975 und 1976/77 Bundesligist. Heute spielt die Borussia nur noch in der 5. Liga (Oberliga Nordost). © dpa
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SV Waldhof Mannheim: Ein klangvoller Name, der von 1983 bis 1990 ununterbrochen in der 1. Liga vertreten war. Dann kam der Absturz, Waldhof spielt heute in der Regionalliga Südwest (4. Liga). © dpa
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Wuppertaler SV: Drei Jahre lang war die Stadt mit der Schwebebahn ein Erstliga-Standort (1972–75). Sogar im UEFA-Pokal trat der WSV einmal an (1973/1974). Heute spielt der Verein in der Regionalliga West (4. Liga). © dpa

dpa

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