"Kein Druck auf Basti"

Schweinsteiger-Comeback naht - Guardiola bremst

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Pep Guardiola will bei Bastian Schweinsteigers Comeback nichts überstürzen.

München - Nach langer Pause scheint Bastian Schweinsteiger endlich vor der Rückkehr zu stehen. Doch Coach Pep Guardiola will keinen Druck ausüben und bremst aufkommende Euphorie.

Die lange Leidenszeit von Nationalmannschaftskapitän Bastian Schweinsteiger neigt sich dem Ende entgegen. Von Tag zu Tag werde es besser, berichteten Bayerns Physiotherapeuten und Fitnesstrainer dem Münchner Chefcoach Pep Guardiola von den individuellen Einheiten des Mittelfeldakteurs. Das Comeback Schweinsteigers, der wegen Problemen an der Patellasehne des linken Knies seit dem WM-Finale am 13. Juli kein Pflichtspiel mehr bestritten hat, könnte noch im November erfolgen: Etwa in der Liga gegen 1899 Hoffenheim (22.11) oder in der Königsklasse gegen Manchester City (25.11.).

Guardiola: "Man muss ruhig bleiben"

„Schritt für Schritt, kein Druck auf Basti“, bremste Guardiola vor dem Champions-League-Duell des deutschen Rekordmeisters am Mittwochabend gegen den AS Rom in der Causa Schweinsteiger. „Man muss ruhigbleiben, weil er drei, vier Monate verletzt war.“ Auf dem Trainingsplatz an der Säbener Straße arbeitet Schweinsteiger, der bislang nur zehn Minuten in der Münchner Sommervorbereitung bei einer 1:2-Niederlage gegen ein Allstar-Team der US-Liga mitkickte, vehement an der Rückkehr. „Er ist ein wichtiger Spieler für diesen Verein“, erklärte Guardiola.

Mit solch einer langen Zwangspause hatten weder der Spanier noch Joachim Löw gerechnet. „Die Verletzung ist nicht solcher Natur, dass er monatelang ausfallen wird“, bekundete der Bundestrainer noch Anfang September. Umso mehr darf sich Löw jetzt freuen, dass die im DFB-Team bei den jüngsten deutschen Länderspiel-Enttäuschungen schmerzlich vermisste Führungsfigur Schweinsteiger endlich der Rückkehr auf den Rasen näher gekommen ist. Und das kurz vor seinem ersten öffentlichen Nationalmannschafts-Auftritt nach der Ernennung zum Kapitän, zum „legitimen Nachfolger von Philipp Lahm“ (Löw).

Mehr Optionen für Löw

An diesem Montag werden die deutschen WM-Könige durch Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Silbernen Lorbeerblatt im Schloss Bellevue ausgezeichnet. Wenige Stunden später wird in der Hauptstadt der 90-minütige Weltmeister-Film „Die Mannschaft“ mit dem blutenden Final-Held Schweinsteiger in bewegender Rolle präsentiert. Da der Kapitän die letzten Länderspiele des Jahres im November gegen Gibraltar (14.11.) und Spanien (18.11.) sicher verpasst, wird der 30-Jährige frühestens Ende März bei einem Test wohl gegen Australien (25.3.) oder dem folgenden EM-Qualifikationsspiel in Georgien (29.3.) wieder für das DFB-Team aktiv sein.

„Wenn Khedira, Schweinsteiger, Özil und Reus zurückkommen, sind wir in der Breite besser besetzt und können auf verschiedene Situationen besser reagieren“, drückte der Bundestrainer schon einmal die Vorfreude auf lange verletzte Leistungsträger wie Schweinsteiger aus.

Schweinsteiger-Kumpel Großkreutz drückt die Daumen

Doch das ist alles noch weit weg. Erst einmal muss der 108-malige Nationalspieler beim FC Bayern wieder Fuß fassen. „Möglicherweise“, so Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, könne Schweinsteiger ab der kommenden Woche „wieder ins Mannschaftstraining einsteigen“. Beim Spezialprogramm konnte er die Belastung zuletzt immer weiter steigern. „Ich drücke ihm fest die Daumen, dass er schnell wieder auf dem Platz steht“, erklärte Schweinsteigers Dortmunder Kumpel Kevin Großkreutz dieser Tage.

Der erste Schritt sei, dass es ihm besser gehe, betonte Guardiola am Dienstag. „Und der zweite Schritt ist, die erste Trainingseinheit bei uns zu machen.“ Aber man müsse Schweinsteiger die Zeit geben, um konditionell in die richtige Verfassung zu kommen. „Danach muss ich meine Entscheidung treffen“, sagte der spanische Starcoach. Und bei allen Fortschritten: Bis zur hundertprozentigen Leistungsfähigkeit Schweinsteigers wird es noch Wochen dauern.

Hätten Sie's bei allen gewusst? Prominente FC-Bayern-Fans

Welche Promis drücken eigentlich dem FC Bayerndie Daumen? Die einen bekennen sich öffentlich zum Rekordmeister, bei anderen munkelt man es leiser oder lauter. Hier sehen Sie eine Auswahl. © dpa
Boris Becker ist wohl DER Bayern-Edel-Fan schlechthin. Und: Der Ex-Profi und Sandy-Ex sitzt im Verwaltungsbeirat des Rekordmeisters. © dpa
Til Schweiger ist großer Anhänger der Roten. Mit Respekt für die anderen. Einst postete er bei Facebook: "Man muss es einfach mal sagen, auch als FC Bayern-Fan: Borussia Dortmund is einfach ne saugeile Truppe, angefangen von Watzke über Klopp bis zur gesamten Mannschaft!!!! Chapeau für diese saucoole Reaktion!!!!! Ganz gross!!!! Til". Es ging seinerzeit um die Reaktion der Dortmunder auf ein YouTube-Video, in dem Bastian Schweinsteiger die Dortmunder per Gesang als "H***nsöhne" verspottet hatte. © dpa
Helmut Markwort, Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Focus, ist Bayern-Anhänger und Mitglied des Aufsichtsrates. © dpa
Comedian Michael Mittermeier drückt den Roten die Daumen. "Ich bin ja schon als kleiner Bub ins Stadion gegangen und hab dem Beckenbauer zugejubelt. Das bleibt für immer", so Mittermeier zum Kölner Stadt-Anzeiger. © picture-alliance/ dpa
Nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten wurde zunächst wild spekuliert: Welchem bayerischen Club drückt Horst Seehofer am meisten die Daumen? Dann hat er sich als Bayern-Fan geoutet. © dpa
Der große Edmund Stoiber ist natürlich auch Riesenfan. © dpa
Top-Schauspielerin Veronika Ferres soll eine Rote sein. © picture alliance / dpa
Kai Pflaume moderiert zwar Fußball-Übertragungen, ist aber tief im Herzen wohl nicht ganz unparteiisch. © dpa
Sportreporter Uli Köhler (l., hier auf einem älteren Foto aus seiner Zeit bei Arena) ist eigentlich auch zur Neutralität verpflichtet. Doch sein Herz soll für den FC Bayern schlagen. © obs/arena
Eigentlich kein echter Bayern-Fan, er macht sogar mit Vorliebe Witze über die Jungs von der Säbener. Aber: Harald Schmidt hat einen Mitgliedsausweis. © dpa
Deutschlands größter Entertainer Thomas Gottschalk ist Bayern-Fan. © picture alliance / dpa
Alfons Schuhbeck kocht nicht nur für die Stars von der Säbener Straße, er drückt ihnen auch die Daumen. © picture alliance / dpa
Auch Elmar Wepper hat einen Mitgliedsausweis. © picture alliance / dpa
In der Brust von Reporterlegende Günther Koch sollen zwei Herzen schlagen: eines für den FC Bayern, eines für den 1. FC Nürnberg. © dpa
Robbie Williams soll den FC Bayern mögen und trainierte sogar mal mit. © AFP
Moterator und Mädchenschwarm Markus Kavka ist glühender Anhänger des Rekordmeisters. © dpa
Moderatorin Andrea Kiewel lässt in ihren Sendungen immer wieder ihre Begeisterung für den FC Bayern durchschimmern. © picture alliance / dpa
Das Herz von Schauspielerin Senta Berger schlägt rot. © dpa
Wenn's dem FC Bayern gut geht, geht es auch Wladimir Klitschko gut. © dpa
Willy Astor (l.) komponierte die Bayern-Hymne "Stern des Südens" - und das kommt natürlich nicht von ungefähr. © dpa
Der Münchner Tennisprofi Philipp Kohlschreiber drückt dem hiesigen Bundesligisten die Daumen. © dpa
Peter Brugger von der Band Sportfreunde Stiller kabbelt sich gerne mal mit Kollege Florian Weber. Denn Sportfreund Peter ist Bayern-Fan, Sportfreund Florian ein Sechzger. © dpa
Schauspielerin Christiane Paul ist glühende Bayern-Anhängerin. © dpa
Kerner-Gattin Britta drückt dem FC Bayern die Daumen - ihr Johannes B. vermeidet als seriöser Journalist natürlich klare Bekenntnisse. © dpa
Schauspieler Thomas Darchinger ist großer Bayern-Fan. © dpa
Das Herz des hessischen SPD-Politikers Thorsten Schäfer-Gümbel schlägt rot - politisch wie fußballerisch. © dpa
Felix Neureuther ist eng mit Bayern-Star Bastian Schweinsteiger befreundet. Logisch, dass das Ski-Ass auch eine Schwäche für die "Roten" hat. © dpa
Bernd Michael Lade stammt aus Berlin, ist "Tatort"-Kommissar in Leipzig - aber großer Bayern-Fan. © dpa
Noch zwei, die von "DSDS" bekannt sind und den Münchnern die Daumen drücken: zum einen Menowin Fröhlich. © dpa
Zum anderen Pietro Lombardi. © dpa
"Seit meiner Kindheit, da war ich jedes Wochenende bei meiner Oma und die war ganz großer Bayern-Fan", erklärte Eishockey-Ikone Stefan Ustorf gegenüber dem Tagesspiegel. © dpa
Roland Kaiser erklärt gegenüber der tz: "Ich mag den Verein aus verschiedenen Gründen. Erstens kenn ich kaum einen anderen Verein, der bisher im sozialen Bereich dermaßen aktiv war, der sich dermaßen um ehemalige Spieler bemüht und der sich so anständig verhält wie die Bayern – einige Bundesliga-Klubs würde es ohne ihre Hilfe ja nicht gar nicht mehr geben. Und zweitens spielen sie exzellenten Fußball" © dpa
Und das sind natürlich die allerprominentesten der Bayern-Fans: Die zigtausend Roten in der Allianz-Arena © picture alliance / dpa

dpa

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