Ex-Bayern-Star steht vor CL-Aus

Verfehlt Lewandowski das erste große Ziel? Warum Barcelona schon nächste Woche ein Desaster droht

In der Champions League auf dem Boden der Tatsachen angekommen: Robert Lewandowski (li.) und der FC Barcelona.
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In der Champions League auf dem Boden der Tatsachen angekommen: Robert Lewandowski (li.) und der FC Barcelona.

Nach der Niederlage bei Inter Mailand steht der FC Barcelona gehörig unter Zugzwang. Schon nächsten Mittwoch könnte für Robert Lewandowski das Achtelfinale der Champions League Geschichte sein.

München/Barcelona - Das haben sich die Katalanen ganz anders vorgestellt: In der Gruppe C der Champions League hat der FC Barcelona bereits sein zweites Spiel verloren, und zwar 0:1 (0:1) bei Inter Mailand. Nach dem 0:2 (0:0) beim FC Bayern München am Spieltag zuvor war es die zweite Niederlage für den neuen Arbeitgeber von Robert Lewandowski in Folge.

FC Barcelona: Klub von Robert Lewandowski nach Niederlage bei Inter Mailand unter Druck

Der frühere Torjäger des deutschen Bundesliga-Rekordmeisters könnte damit schon kommenden Mittwoch (21 Uhr) beim Rückspiel Barcas gegen den FC Internazionale sein erstes Saisonziel verpassen - das Achtelfinale der Königsklasse. Und das schon am 4. Spieltag der Gruppenphase. Der Reihe nach.

Am Dienstagabend sorgten zwei Entscheidungen des slowenischen Schiedsrichters Slavko Vincic für reichlich Unmut. Nach dem einzigen Treffer des Abends durch den Ex-Leverkusener und -Karlsruher Hakan Calhanoglu (45. Minute +2), erkannte Vincic nach einem vorherigen Handspiel durch Ansu Fati im Strafraum Barca einen möglichen Treffer durch Pedri ab (67.). Als umgekehrt Denzel Dumfries in der Nachspielzeit im Mailänder Sechzehner mit der Hand am Ball war, gab es keinen Elfmeter für die Katalanen.

Im Video: Nach Kantersieg - FC Bayern nun alleiniger Champions-League-Rekordhalter

Barcelonas Coach Xavi war außer sich: „Ich bin empört“, erklärte er hinterher: „Der Schiedsrichter sollte sich stellen und Erklärungen abgeben, warum er so entschieden hat. Empörung beschreibt es am besten, denn es ist nicht fair, es ist einfach ungerecht.“

Sein Spieler Sergi Roberto meinte: „Ich bin sauer. Die Elfmeterregel wird jede Saison geändert. Weder die Schiedsrichter selbst, noch die Spieler wissen, was sie da pfeifen. Das Handspiel bei unserem Tor ist genau das gleiche wie das Handspiel bei dem Elfmeter, den wir nicht bekommen.“ Er forderte nun einen Sieg am Mittwoch, „etwas anderes bleibt uns nicht übrig“.

In Gruppe C des FC Bayern: FC Barcelona steht in Champions League bereits vor dem Aus

Team:Punkte:Tore:
1. FC Bayern99:0
2. Inter Mailand63:2
3. FC Barcelona35:4
4. Viktoria Pilsen01:12

Denn: Barca ist mit drei Punkten nur Dritter, hinter Mailand (sechs Punkte) und den Bayern (neun), die am Dienstagabend souverän das punktlose Schlusslicht Viktoria Pilsen 5:0 (3:0) bezwangen. Gewinnt Mailand am Mittwoch auswärts im Camp Nou, ist Barca raus aus der Champions League. Weil: Inter hätte dann nach vier Spieltagen sechs Punkte Vorsprung. Gewännen Lewandowski und Barcelona die abschließenden beiden Gruppenspiel gegen die Münchner (26. Oktober) und in Pilsen (01. November), könnten sie nach Punktzahl im Falle zweier Niederlagen der Italiener zwar noch zu diesen aufschließen.

Diese hätten gemäß Modus aber die höhere Punktzahl aus den Direktduellen. Selbst eine bessere Tordifferenz wäre für die Spanier dann nicht mehr ausreichend. Ohnehin machte der chancenlose tschechische Meister Pilsen bisher nicht den Eindruck, auch nur einen einzigen Punkt holen zu können. Zu viele Unbekannte auf der Variablen also.

Die Abhängigkeit von Lewandowski wird immer augenscheinlicher.

Tageszeitung Mundo Deportivo

FC Barcelona: Spanische Presse nimmt Robert Lewandowski in die Pflicht

Angesichts der nach wie vor finanziell höchst angespannten Lage des hoch verschuldeten Klubs wäre ein Weiterkommen in der Königsklasse dagegen immens wichtig. Währenddessen nimmt die spanische Presse Lewandowski in die Pflicht. „Die Abhängigkeit von Lewandowski wird immer augenscheinlicher“, schrieb die spanische Mundo Deportivo.

Der 34-jährige Pole (ein Torschuss) sei das gesamte Spiel „praktisch verschwunden“ gewesen, meinte die as und erklärte: „Das lag nicht am Polen, der sogar im Mittelfeld Bälle abfing, sondern daran, dass seine Mitspieler ihn nicht fanden.“ Am kommenden Mittwoch droht nun das Desaster.

Die Bundesliga hat eine beachtliche Europacup-Woche hinter sich. Zu den Topligen gesellt sich in der Fünf-Jahres-Wertung der UEFA jedoch überraschend eine Zwergen-Nation. (pm)

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