An Bayern-Gerüchten „war nie etwas dran“

Ex-Bundesligastar van der Vaart: „Hummels ist noch immer der beste deutsche Verteidiger“

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Fan von Mats Hummels - und eigentlich auch von Mark van Bommel: Rafael van der Vaart hat in der Bundesliga seine Fußspuren hinterlassen.

Obwohl Rafael van der Vaart jahrelang zu den Bundesligastars zählte, stand ein Wechsel zum FC Bayern offenbar nie im Raum. Bei der Frage nach dem besten deutschen Verteidiger vertritt er eine klare Meinung.

München - In der anstehenden Länderspielpause zieht Rafael van der Vaart endgültig einen Schlussstrich unter seine Profi-Karriere. Am 13. Oktober tritt der langjährige Spielmacher des Hamburger SV mit seinem Abschiedsspiel in der Hansestadt von der großen Bühne ab. Vorher blickt der 36-Jährige im Interview mit dem Lifestyle-Portal watson zurück auf seine Zeit als Aktiver und betont, dass er sich eine Veränderung in der deutschen Nationalmannschaft erhofft.

Mit der Auswahl seiner Klubs zeigte sich van der Vaart, der bei Ajax Amsterdam, dem HSV, Real Madrid, Tottenham Hotspur, Betis Sevilla sowie den dänischen Klubs FC Midtjylland und Esbjerg fB unter Vertrag stand, vollauf zufrieden. „Ich wollte immer nach Spanien, weil meine Mutter daher kommt. Es gab auch Angebote aus Italien, aber dazu ist es nie gekommen“, verriet „vdV“ in dem Interview: „Neben Spanien wollte ich auch in der englischen Premier League spielen - das habe ich geschafft.“

Rafael van der Vaart: Wechsel nach Deutschland „war die beste Entscheidung“

Und dann waren da eben noch die insgesamt sechs Jahre im Norden Deutschlands: „Die Bundesliga hatte ich nicht eingeplant, aber das ist dann so passiert und es war die beste Entscheidung nach Deutschland zu kommen.“

Ein Wechsel zum deutschen Rekordmeister stand für den Niederländer dagegen offenbar nie zur Debatte. Auf die Frage nach einem Angebot durch den FC Bayern entgegnete van der Vaart: „Nein, das hat sich nie ergeben. Natürlich habe ich gemerkt, wenn ich gut spiele, dass die Medien über Bayern-Gerüchte schreiben. Aber da war nie etwas dran.“

Rafael van der Vaart über Mark van Bommel: „Größtes Arschloch, wenn er im anderen Team spielt“

Immerhin wäre er dort in den Genuss gekommen, mit seinem persönlich unangenehmsten Gegenspieler in einem Team aufzulaufen. Die entsprechende Frage beantwortete der Linksfuß deutlich: „Mark van Bommel! Ich habe immer gesagt: 'Van Bommel ist das größte Arschloch, wenn der nicht in deiner Mannschaft spielt. Aber wenn du mit ihm spielst, ist es das Beste überhaupt!' Er ist ein Gewinner-Typ.“

Aus der Nationalmannschaft kannte van der Vaart den „Aggressive Leader“ als Teamkollegen, in der heimischen Eredivisie machte er deutlich schlechtere Erfahrungen mit dem aktuellen Trainer von PSV Eindhoven: „Ich habe mit Ajax oft gegen PSV Eindhoven und ihn gespielt, und er musste jedes Mal eigentlich drei Rote Karten bekommen. Doch er hat immer mit dem Schiri geredet und am Ende blieb er auf dem Platz.“

Mittlerweile im Anzug unterwegs: Mark van Bommel trainiert die PSV Eindhoven.

Rafael van der Vaart: „Mats Hummels ist noch immer der beste Verteidiger in Deutschland“

Auf dem Rasen würde van der Vaart auch Mats Hummels gern häufiger sehen - nämlich im DFB-Trikot. Dessen Ausbootung durch Bundestrainer Joachim Löw kann er immer weniger verstehen: „Hummels spielt noch jede Woche und ich finde, er sollte wieder dabei sein. Er ist noch immer der beste Verteidiger in Deutschland. Ist doch egal, dass er jetzt aussortiert wurde. Man kann doch sagen: 'Ich habe einen Fehler gemacht, willst du wieder bei uns spielen?'“

Besonders der jüngste Auftritt des viermaligen Weltmeisters gegen die Auswahl seines Heimatlandes, die mit einem 4:2 für „Oranje“ endete, bestärkt van der Vaart in seiner Einschätzung: „Ich finde, wenn man einen Umbruch in der Nationalmannschaft herbeiführen will, muss die neue Generation genauso gut beziehungsweise viel besser sein. Und ich habe die Verteidiger beim Spiel gegen Holland gesehen und das war nicht so, dass ich 'wow' gedacht hätte.“

Niklas Süle, Matthias Ginter und Jonathan Tah schienen an jenem Septemberabend in Hamburg mit der Offensive um die Wirbelwinde Memphis Depay und Ryan Babel komplett überfordert zu sein. Genau dort, wo Rafael van der Vaart seine Hochzeit als Profi erlebte und sich in wenigen Tagen noch einmal alle Blicke auf ihn richten werden.

Bei der Erklärung seines Karriereendes hatte van der Vaart gescherzt, er habe eigentlich auch noch als Opa spielen wollen.

mg

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