Nach Wechsel zu Galatasaray

Vertragsdetails öffentlich: So viel kassiert Podolski

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Zur Begrüßung gab es einen türkischen Tee: Lukas hat bei Galatasaray unterschrieben. Foto: Ulas Yunus Tosun

Istanbul - Lukas Podolski ist bei Galatasaray Istanbul angekommen - und fühlt sich offenbar direkt heimisch. Dabei hatte er zuvor mehrfach Angebote von „Gala“ ausgeschlagen.

Erst Geißbock, dann Gunner, und nun innerhalb von wenigen Stunden ein echter „Löwe“: Dass es bei Lukas Podolski nur Liebe auf den vierten Blick war, schien die Fans von Galatasaray Istanbul nicht zu stören. Bei der Ankunft am Flughafen empfingen sie den Weltmeister wie einen Volkshelden. Podolski konnte sich kaum den Weg zum Auto bahnen, alle wollten den neuen Star berühren und ihm viel Glück wünschen.

Podolski - beim Inter Mailand nur Ersatz, beim FC Arsenal und selbst bei „seinem“ 1. FC Köln nicht mehr gebraucht - genoss die Verehrung sichtlich und fühlte sich offenbar bereits nach wenigen Stunden heimisch. „Heute wurde ich ein Löwe“, schrieb er direkt nach seiner Vertragsunterschrift bei Facebook - die Gala-Spieler werden im Volksmund als „Löwen“ (Aslanlar) bezeichnet. Bei Instagram grüßte er mit einem Glas türkischem Tee in der Hand, über den Twitterkanal seines neuen Klubs grüßte er die Fans am Sonntagmorgen gleich auf Türkisch: „Günaydin Galatasaray Ailesi!“, was so viel heißt wie: „Guten Morgen, Galatasaray-Familie!“

Vertragsdetails öffentlich

Dass er sich auf einiges Neues einstellen muss, erlebte der 30-Jährige bereits wenige Minuten nach seiner Vertragsunterschrift: In einer offiziellen Börsenmitteilung gab „Gala“ die kompletten Vertragsdetails bekannt. Demnach unterschrieb Podolski für drei Jahre mit einer Option auf ein weiteres. Er kostete 2,5 Millionen Euro Ablöse und erhält in den ersten drei Jahren jeweils drei Millionen Euro Gehalt plus 20.000 Euro Prämie pro Einsatz. Sollte es ein viertes Jahr geben, sinkt das Gehalt auf 2,3 Millionen, die Einsatzprämie steigt dafür auf 25.000 Euro.

„Es war eine Bauch- und Herzensentscheidung“, sagte der 125-malige Nationalspieler. Dabei wirkt die Entscheidung von außen auch ein wenig wie eine Verzweiflungstat. Schließlich hatte Podolski schon dreimal Angebote des türkischen Meisters abgelehnt und die Alternativen diesmal waren offenbar rar gesät. Selbst in Köln, wo er zum Profi wurde und als solcher von 2003 bis 2006 und 2009 bis 2012 spielte, winkten die Bosse bei Fragen nach einer Rückkehr des von den Fans weiter verehrten „Prinz Poldi“ zuletzt beharrlich ab.

Doch Podolski braucht regelmäßige Einsätze, um seine Teilnahme an der EM 2016 zu sichern, nachdem er zuletzt bei Arsenal - wo er noch einen Vertrag bis 2016 besaß - wie während des halbjährigen Gastspiels in Mailand bei Inter nur unregelmäßig zum Einsatz gekommen war. Bundestrainer Joachim Löw hatte von Podolski kürzlich „30 bis 40 Einsätze“ pro Saison verlangt: „Denn zwei Jahre ohne richtige Spielpraxis wären keine gute Grundlage, um bei der EM 2016 dabei sein zu können.“

Also schien ein Wechsel zu „Gala“ die beste Lösung. „Sie haben sich sehr um mich bemüht. Es hat alles gepasst für mich. Ich bin glücklich hier zu sein“, betonte der Offensivspieler, der gerade seinen Urlaub mit der Familie an der türkischen Riviera verbracht hatte: „Galatasaray ist eine Meistermannschaft und ich will meinen Teil dazu beitragen, dass es nächstes Jahr noch besser wird.“

Auch Joachim Löw wird den „Löwen“ Podolski genau beobachten.

sid

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