Brisante Pläne für Beirat?

Nach WM-Flop: Jetzt soll Berti Vogts helfen - Bierhoff dachte an Rücktritt

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24 Jahre nach dem WM-Flop in den USA soll Berti Vogts (re.; mit Jürgen Klinsmann) die nächste Pleite verhindern helfen

Schafft die DFB-Elf die Kehrtwende? Zuletzt wurden Zweifel laut. Jetzt hat Oliver Bierhoff weitere Pläne preisgegeben - sie könnten für Stirnrunzeln sorgen.

Frankfurt - Auch nach mehr als zwei Monaten sitzt bei den deutschen Fußball-Fans der Schreck über die völlig verpatzte WM der DFB-Elf noch tief. Auch Jogi Löws Fehler-Analyse sorgte da nur bedingt für Beruhigung. Nun hat Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff nachgelegt und weitere Pläne kundgetan. Auch diese könnten für Kontroversen sorgen.

Denn beim Neuaufbau der DFB-Auswahl soll ein bis zu zehnköpfiger "Beirat" helfen. Bierhoff nannte nun im Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe erstmals zwei Wunsch-Mitglieder des neuen Gremium: Den früheren Bundestrainer Berti Vogts sowie den ehemaligen Adidas-Chef Herbert Hainer. 

"Für mich ist es ein Expertenkreis, dem ich in gewissen Zyklen unsere Arbeit in meiner Direktion vorstelle und kritisch von außen bewertet bekomme. Der Beirat soll aus früheren Spielern bestehen, Trainern, auch Fachleuten aus der Wirtschaft", sagte Bierhoff. Allerdings war dem DFB zuletzt auch eine allzu große Fixierung auf das Wirtschaftliche vorgeworfen worden.

Kritik an vorsichtigem Neuanfang - Bierhoff sieht keine Notwendigkeit für „großen Umbruch“

Die Kritik, wonach Löw und er keinen echten Neuanfang wagten, wies Bierhoff zurück. "Wir ändern einiges - und dann wird es in Zukunft auch wieder besser laufen", sagte er. Und konkret zur Mannschaft: "Wir sind nicht an einem Punkt wie 2004, als wir den großen Umbruch einleiten mussten. Die Notwendigkeit, den ganz großen Schritt mit jungen und unerfahrenen Spielern zu tun, ist 2018 nicht angebracht."

Bierhoff gab aber zu, er habe nach dem WM-Desaster einen Rücktritt erwogen und fürchtete zeitweise eine Entlassung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB). "In der Nacht nach dem WM-Ausscheiden habe ich natürlich daran gedacht - das lässt doch niemanden kalt", sagte Bierhoff über seine Abschiedsgedanken.

Er habe aber "gelernt, nicht emotional zu entscheiden, sondern über wichtige Themen und Ereignisse zu schlafen und nachzudenken". Inzwischen spüre er wie Bundestrainer Joachim Löw wieder "Energie und Kraft", um die notwendigen Veränderungen bei der Nationalmannschaft anzugehen. Auch zum Thema Özil äußerte sich Bierhoff.

Lesen Sie auch: „Viel Unrecht getan“: Werner bricht Lanze für „Supertrainer“ Löw

SID/fn

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