Nach Rettung

Was passiert mit VfB-Coach Stevens?

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Bleibt Huub Stevens Trainer des VfB Stuttgart? Foto: Friso Gentsch

Paderborn - Der VfB Stuttgart hat sich mit einem 2:1 beim SC Paderborn den Klassenverbleib in der Bundesliga gesichert. Zum zweiten Mal war Trainer Huub Stevens der Retter. Doch wahrscheinlich muss er gehen.

Nach der glücklichen Rettung vor dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga bleibt beim VfB Stuttgart das Rätselraten um die Zukunft von Trainer Huub Stevens.

"Wir wollen erstmal die Aktualität genießen und ein Glas Rotwein trinken", wich VfB-Sportdirektor Robin Dutt nach dem 2:1 beim SC Paderborn den Fragen nach der Zukunft des Chefcoaches aus, der den schwäbischen Club nach 2014 zum zweiten Mal vor dem Sturz in die 2. Liga bewahrte. "Wir werden aber zeitnah Entscheidungen verkünden."

Auch der einstige Stuttgarter Torjäger Jürgen Klinsmann gratulierte dem Trainer. "Glueckwunsch zum Klassenerhalt!! Tolle Arbeit von Huub Stevens und seinem Stab!!", schrieb der US-Nationalcoach und frühere Bundestrainer bei Twitter. Klinsmann bestritt von 1984 bis 1989 156 Bundesligaspiele für den VfB Stuttgart und erzielte dabei 79 Tore.

Der 61-jährige Niederländer selbst äußerte sich geheimnisvoll zu den Spekulationen, ob er weiter im Traineramt bleibt oder der als Nachfolger immer wieder genannte Leipziger Alexander Zorniger in der kommenden Saison sein Nachfolger wird. "Wenn ich auf Mallorca bin, kann ich meine Geschichte erzählen. Aber vielleicht muss ich dann auch schnell wieder zurückkommen, um das Training vorzubereiten", sagte Stevens nebulös. Er wisse schon lange, "wie es weitergeht".

Dass es im deutschen Fußball-Oberhaus für die Schwaben weitergeht und nach dem letzten Abstieg vor 40 Jahren nicht wieder abwärtsgegangen ist, verdankt der VfB auch Stürmer Daniel Ginczek, der das Siegtor zum 2:1 (1:1) in der 72. Minute schoss. "Wir haben ein sehr, sehr großes Ziel erreicht. Es ist natürlich schön, dass ich das Tor gemacht habe", freute sich Ginczek.

Die Partie hatte denkbar ungünstig für die Stuttgarter durch einen Treffer des Paderborners Marc Vucinovic (4.) begonnen. Daniel Didavi (36.) glich den Rückstand aber aus. "Da geht der Puls unglaublich schnell", sagte Dutt zu dem frühen Rückstand und lobte die Moral der Mannschaft im monatelangen Abstiegskampf. "Wir hatten einen großen Zusammenhalt, haben uns aber auf uns selbst konzentriert und die Stärken gestärkt." Der Lohn waren im Endspurt drei Siege nacheinander und die weitere Bundesliga-Zugehörigkeit.

"Die ganze Saison haben wir unten gestanden und sind nun zurecht weiter in der ersten Liga", meinte VfB-Profi Martin Harnik - auch dank Stevens. "Der Trainer hat einen großen Anteil daran, weil er immer eine klare Linie durchgezogen hat", anerkannte der Österreicher, auch wenn der Coach einige ungewöhnliche Methoden zur Motivation anwandte und die Spieler sogar als "Affen" beschimpfte. "Er hat der Mannschaft vertraut und die Mannschaft ihm."

Homepage VfB Stuttgart

dpa

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