Vertragspoker in München

Verzichten Lewandowski, Neuer, Müller und Gnabry auf Geld? Bayern-Kollege Goretzka erklärt Gehalts-Szenario

Kollegen beim FC Bayern: Robert Lewandowski (li.) und Leon Goretzka.
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Kollegen beim FC Bayern: Robert Lewandowski (li.) und Leon Goretzka.

Bei den Vertragsverhandlungen mit Lewandowski, Neuer, Müller und Gnabry geht es beim FC Bayern um sehr viel Geld. Leon Goretzka hat eine klare Meinung beim Thema Gehalt.

München – Robert Lewandowski? Soll sich angeblich mit dem FC Barcelona über einen Wechsel einig sein. Das berichteten am Montag (11. April) zumindest die polnischen Medien TVP Sport und Interia Sport. Serge Gnabry? Soll laut verschiedener Medienberichte mit Real Madrid in Kontakt stehen. Thomas Müller? Ließ seine Zukunft bei einer Pressekonferenz zuletzt offen. Manuel Neuer? Hat wie seine drei Kollegen den je bis 2023 datierten Vertrag beim FC Bayern* noch nicht verlängert.

FC Bayern: Lewandowski, Neuer, Müller und Gnabry haben noch nicht verlängert

Unlängst bemühte Sky ein Rechenbeispiel, wonach einzig die Vertragsverlängerungen mit Neuer, Lewandowski und Müller geschätzt 150 Millionen Euro im Budget binden würden. Für etwa zwei weitere Jahre. Bei der JHV 2021 im November bezifferten indes die Bosse das Umlaufvermögen (Festgeldkonto) auf 209 Millionen Euro – das entsprach einem Minus von 26,9 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Heißt: Insbesondere bei Bayern-Stürmer Robert Lewandowski rückt zwar verstärkt die Vertragslaufzeit in den Fokus, aber freilich geht es in einer Branche wie in der Fußball-Bundesliga* immer auch um das Gehalt.

Es steht keiner vor einem bedrohlichen finanziellen Ruin.

Nagelsmann über Lewandowski, Müller und Neuer

Und: Die Anzeichen mehren sich, dass der deutsche Rekordmeister offenbar nicht so viel zahlen kann (oder will) wie die internationale Konkurrenz aus England, Spanien und Paris.

Zuletzt wünschte sich FCB-Trainer Julian Nagelsmann „eine schnelle Lösung. Die drei Spieler sind sehr bedeutend für Bayern München, sehr bedeutend für uns. Es sind drei gestandene Spieler, die wir brauchen und die uns natürlich guttun. Die über mehrere Jahre das Gesicht des FC Bayern München* geprägt haben“, sagte der 34-Jährige auf einer der vielen Pressekonferenzen im Frühjahr. Und ging dann ungefragt auf das Thema Geld ein: „Es steht keiner vor einem bedrohlichen finanziellen Ruin, davon gehe ich nicht aus. Ich kenne jetzt die finanziellen Situationen der drei Spieler (Neuer, Müller, Lewandowski, Anm. d. Red.) nicht, aber ich glaube nicht, dass es da eng werden könnte. Alle drei sind sehr intelligente Menschen.“

Im Video: FC Bayern – Manuel Neuer weist Kritik zurück

Noch ein Indiz: Rund um das 4:0 gegen Union Berlin hatte Sportvorstand Hasan Salihamidzic von einer „finanziell schwierigen Situation“ gesprochen. Vorbildlich ging in dieser Gemengelage einmal mehr Mittelfeldstratege Leon Goretzka voran. Im September verlängerte der 27-Jährige vorzeitig bis 2026. Beide Seiten erklärten, dass der Nationalspieler auf ein übliches Gehaltsplus verzichtet habe. Nach dem 1:0 (1:0) des FC Bayern gegen den FC Augsburg in der Bundesliga und vor dem Champions-League-Rückspiel der Münchner gegen Villarreal* (Dienstag, 21 Uhr, hier im Live-Ticker) wurde Goretzka nun gefragt, ob dies vielleicht auch ein Modell für die Kollegen sei.

Lewandowski, Neuer, Müller und Gnabry: Gehalts-Verzicht beim FC Bayern München?

„Bei den Gehältern, die wir bekommen, fällt es mir schwer, von Verzicht zu sprechen“, meinte er zuerst und sagte dann: „Ich glaube, diese Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen. Am Ende des Tages ist das Paket, das wir hier haben, extrem attraktiv. Für jeden Spieler auf der Welt. Dessen sollte man sich bewusst machen. Ich bin natürlich überzeugt und voller Hoffnung, dass wir die Mannschaft zusammenhalten können.“

Sein Trainer relativierte kürzlich dagegen Wunschdenken und Realitäten auf einem umkämpften Transfermarkt. Nagelsmann sagte: „Am Ende weiß ich aber auch, wie die Fußballbranche funktioniert.“ (pm) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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