Menschenrechtslage

Lahm: Fußball-WM hätte nie nach Katar gehen dürfen

Philipp Lahm
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Für Philipp Lahm hätte die Fußball-WM nicht nach Katar vergeben werden dürfen.

Ex-Weltmeister Philipp Lahm hält die Vergabe der Weltmeisterschaft nach Katar für einen Fehler. Zugleich forderte der frühere Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft eine Modifizierung des Auswahlprozesses.

Berlin - „Grundsätzlich halte ich es für unabdingbar, dass künftig bei der WM-Vergabe wasserfeste Kriterien festgelegt werden, an die man sich dann auch hält. Das Auswahlverfahren muss transparent sein“, sagte der 38-Jährige im Interview dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Auf die Frage, ob die Entscheidung für Katar hätte ausfallen dürfen, antwortete Lahm: „Nein, hätte sie nicht. Wenn man in den Evaluierungsbericht der FIFA schaut, wurde davon abgeraten, unter anderem aufgrund der Menschenrechtslage, der Nachhaltigkeit. Da fragt man sich natürlich, warum trotzdem für Katar gestimmt wurde. Das finde ich schon komisch.“

Von einem Boykott der WM vom 21. November bis 18. Dezember hält der frühere Kapitän der Nationalmannschaft und des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München nichts. „Dass wir antreten, finde ich absolut richtig“, sagte Lahm.

Die Auswahl von Bundestrainer Hansi Flick ist für ihn zwar kein Turnier-Favorit. Aber mit Blick auf die Heim-EM 2024 sei er sehr optimistisch. „Ob es jetzt schon reichen kann, ganz vorne mitzuspielen, muss man abwarten. Man hat schrittweise eine gute Entwicklung genommen, die nun bestätigt werden muss“, sagte Lahm, Turnierdirektor der EM in zwei Jahren. dpa

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