TV-Comeback vom Ex-Bundestrainer

„Für mich leuchtest Du hell“: Jogi Löw gratuliert Franz Beckenbauer emotional zum Geburtstag

Die beiden ehemaligen Bundestrainer: Jogi Löw und Franz Beckenbauer.
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Ehemalige Bundestrainer unter sich: Jogi Löw (l.) und Franz Beckenbauer. (Archivbild)

Franz Beckenbauer feiert seinen 77. Geburtstag. Jogi Löw gratuliert in einer emotionalen Video-Botschaft und dankt dem Kaiser für seine Verdienste um den deutschen Fußball.

München – Franz Beckenbauer feiert am Sonntag (11. September) seinen 77. Geburtstag. Kaiser Franz blickt in verschiedenen Funktionen beim FC Bayern auf große Erfolge zurück. Mit der deutschen Nationalmannschaft wurde Beckenbauer erst als Spieler 1974 und dann als Trainer 1990 Weltmeister. Einer seiner Nachfolger beim DFB-Team war Ex-Bundestrainer Jogi Löw, der den WM-Titel 2014 aus Brasilien nach Deutschland brachte.

Nach seinem Rücktritt nach der EM vor einem Jahr wurde es still um Löw. Öffentliche Auftritte wurden genauso wie bei Beckenbauer, der sich wegen seiner Gesundheit in den letzten Jahren mehr und mehr zurückzieht, seltener. Für Beckenbauer wählt Löw nun aber wieder den Weg an die Öffentlichkeit, um eine emotionale Laudatio und Geburtstagsansprache zu senden.

Franz Beckenbauer
Geboren: 11. September 1945 (Alter 77 Jahre), München
Länderspiele für Deutschland: 103 (14 Tore)
Spiele für den FC Bayern: 565 (66 Tore)
Titel: Europameister 1972, Weltmeister 1974 und 1990 u.a.

Jogi Löw gratuliert Franz Beckenbauer zum Geburtstag: Emotionale Video-Botschaft

„Lieber Franz. Du hast heute Geburtstag, dazu möchte ich Dir von ganzem Herzen alles Gute wünschen und gratulieren. Ich möchte Dir heute aber einfach mal Danke sagen, für das, was Du in Deinem Leben für Fußball-Deutschland und für uns alle geleistet hast. Als Spieler, als Trainer, als Funktionär“, wendete sich Jogi Löw in einer persönlichen Video-Botschaft bei Bild TV an Franz Beckenbauer zu dessen 77. Geburtstag.

„Schon als Spieler warst Du ein Ausnahmekönner, der dem Spiel eine ganz besondere Note verliehen hat. Du warst Kapitän, Anführer, Ikone, Du warst Vorbild für uns alle. Du hast den FC Bayern in den 70er Jahren zu vielen Titeln geführt“, schwärmte Löw in seiner Rede. Beckenbauer habe der Bundesliga zu einem tollen Image weltweit verholfen. Auch Beckenbauers Erfolge in der Nationalmannschaft lässt der 62-Jährige nicht unerwähnt: Europameister 1972 und Weltmeister 1974, sowie Weltmeister 1990 als Trainer. Als Spieler und Trainer Weltmeister zu sein, sei „etwas Ungewöhnliches und ganz, ganz Besonderes“.

Jogi Löw huldigt Franz Beckenbauer: „Für mich leuchtest du hell“

Auch als Funktionär hinterließ Beckenbauer Spuren. Der gebürtige Münchner war „lange Präsident und weltweites Aushängeschild des FC Bayern München, auch beim DFB warst Du das Aushängeschild“, sagte Löw über Beckenbauer. Der hatte die WM 2006 nach Deutschland geholt. „Du warst maßgeblich dafür verantwortlich, dass wir 2006 so eine tolle WM im eigenen Land erleben durften. Wir haben ein unfassbar schönes Sommermärchen erlebt. Die WM in Deutschland hat dem Image Deutschlands in der ganzen Welt gutgetan. Das gilt heute immer noch. Dafür warst Du verantwortlich.“

Die Rekord-Torjäger des FC Bayern München

Platz 9: Claudio Pizarro - 87 Tore zwischen 2001 und 2007, sowie zwischen 2012 und 2014. Der Peruaner hält einige Rekorde. Mit 490 Spielen ist er der am häufigsten eingesetzte, ausländische Spieler in der Fußball-Bundesliga. Mit 40 Jahren wurde er bei Werder Bremen zum ältesten Bundesliga-Torschützen aller Zeiten. Pizarro traf in der Bundesliga in 21 Kalenderjahren in Folge!
Platz 9: Claudio Pizarro - 87 Tore zwischen 2001 und 2007, sowie zwischen 2012 und 2014. Der Peruaner hält einige Rekorde. Mit 490 Spielen ist er der am häufigsten eingesetzte, ausländische Spieler in der Fußball-Bundesliga. Mit 40 Jahren wurde er bei Werder Bremen zum ältesten Bundesliga-Torschützen aller Zeiten. Pizarro traf in der Bundesliga in 21 Kalenderjahren in Folge! © imago sportfotodienst
Platzt 9: Mehmet Scholl - 87 Tore zwischen 1990 und 2007. Neben Thomas Müller ist Scholl der einzige Mittelfeldspieler in der Liste. Der ehemalige TV-Experte prägte eine Ära beim FC Bayern, gewann die Champions League 2001, sowie achtmal die Meisterschaft und fünfmal den Pokal.
Platzt 9: Mehmet Scholl - 87 Tore zwischen 1990 und 2007. Neben Thomas Müller ist Scholl der einzige Mittelfeldspieler in der Liste. Der ehemalige TV-Experte prägte eine Ära beim FC Bayern, gewann die Champions League 2001 sowie achtmal die Meisterschaft und fünfmal den Pokal. © Thomas Exler via www.imago-images.de
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Platz 8: Giovane Elber - 92 Tore zwischen 1997 und 2003. Bildete beim VfB Stuttgart zusammen mit Fredi Bobi und Krassimir Balakow das „magische Dreieck“. Beim FC Bayern unvergessen ist unter anderem sein Tor von der Eckfahne 1999 gegen Hansa Rostock. © via www.imago-images.de
Platz 7: Arjen Robben - 99 Tore zwischen 2009 und 2019. Der Rechtsaußen schoss den FC Bayern zum Champions-League-Titel 2013 und war maßgeblich am Aufbau der neuerlichen Bayern-Dominanz beteiligt. Der Groninger gewann mit dem FCB acht deutsche Meisterschaften!
Platz 7: Arjen Robben - 99 Tore zwischen 2009 und 2019. Der Rechtsaußen schoss den FC Bayern zum Champions-League-Titel 2013 und war maßgeblich am Aufbau der neuerlichen Bayern-Dominanz beteiligt. Der Niederländer gewann mit dem FCB acht deutsche Meisterschaften! © Michael Kolvenbach via www.imago
17.06.87 FC Bayern München - FC Schalke 04 Deutschland, München, 17.06.1987, Fussball, Bundesliga, FC Bayern München -
Platz 6: Dieter Hoeneß - 102 Tore zwischen 1979 und 1987. Dieter Hoeneß ging 1982 in die Geschichte ein, als er trotz Platzwunde, mit Turban, das DFB-Pokalfinale gegen den 1. FC Nürnberg per Kopf entschied. Der Vize-Weltmeister von 1986 war nach seiner überaus erfolgreichen Fußballer-Karriere als Manager des VfB Stuttgart und von Hertha BSC aktiv. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Platz 5: Roland Wohlfahrt - 119 Tore zwischen 1984 und 1993. Wohlfahrt konnte mit dem FC Bayern fünf deutsche Meisterschaften gewinnen, 1989 und 1991 wurde er Torschützenkönig der Bundesliga.
Platz 5: Roland Wohlfahrt - 119 Tore zwischen 1984 und 1993. Wohlfahrt konnte mit dem FC Bayern fünf deutsche Meisterschaften gewinnen, 1989 und 1991 wurde er Torschützenkönig der Bundesliga. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Platz 4: Thomas Müller - 137 Tore zwischen 2009 und dem Ende der Saison 2021/2022. Kein Feldspieler hat beim FC Bayern jemals mehr Spiele absolviert als Thomas Müller! Als Torjäger fiel Müller besonders in der Saison 2015/2016 auf, als er 20 Treffer erzielt. Der Publikumsliebling gewann bis 2022 elfmal die Meisterschale und zweimal den Henkelpott.
Platz 4: Thomas Müller - 137 Tore (Stand: Juni 2022) zwischen 2009 und dem Ende der Saison 2021/2022. Kein Feldspieler hat beim FC Bayern jemals mehr Spiele absolviert als Thomas Müller! Als Torjäger fiel Müller besonders in der Saison 2015/2016 auf, als er 20 Treffer erzielte. Der Publikumsliebling gewann bis 2022 elfmal die Meisterschale und zweimal den Henkelpott. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
09.12.79 FC Bayern München - Cosmos New York Deutschland, München, 09.12.1979, Fussball, Testspiel, FC Bayern München -
Platz 3: Karl-Heinz Rummenigge - 162 Tore zwischen 1974 und 1984. „Das wird nie einer“, sagte Franz Beckenbauer nachdem Rummenigge aus NRW zum FC Bayern kam. Beckenbauer sollte sich täuschen, Rummenigge führte den FC Bayern nach einigen schwierigen Jahren zurück an die nationale Spitze. Bei der EM 1980 bereitete er den Siegtreffer von Horst Hrubesch gegen Belgien vor. Rummenigge war zwischen 2002 und 2021 Vorstandsvorsitzender des FC Bayern. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Platz 2: Robert Lewandowski - 238 Tore zwischen 2014 und dem Ende der Saison 2021/2022. Lewandowski hat einen absurden Torschnitt, erzielt pro Partie fast einen Treffer. Der FIFA-Weltfußballer der Jahre 2020 und 2021 stellte mit 41 Toren einen historischen Torrekord für eine einzelne Bundesliga-Saison auf.
Platz 2: Robert Lewandowski - 238 Tore zwischen 2014 und dem Ende der Saison 2021/2022. Lewandowski hat einen absurden Torschnitt, erzielt pro Partie fast einen Treffer. Der FIFA-Weltfußballer der Jahre 2020 und 2021 stellte in der Spielzeit 2020/21 mit 41 Toren einen historischen Torrekord für eine einzelne Bundesliga-Saison auf - und egalisierte den Uralt-Rekord von Gerd Müller. © IMAGO
Platz 1: Gerd Müller - 365 Tore zwischen 1964 und 1978. Der „Bomber der Nation“ ging am 15. August 2021 von uns. Seine Karriere wird in Erinnerung bleiben. Müller kam aus der schwäbischen Provinz nach München, Trainer Zlatko Čajkovski gab ihm erst auf Druck des Präsidenten eine Chance. Es folgte eine Weltkarriere mit WM- und EM-Titel, drei Siegen im Europapokal der Landesmeister und zahlreichen Toren. Müller wurde Torschützenkönig in 18 Wettbewerben, siebenmal in der Bundesliga.
Platz 1: Gerd Müller - 365 Tore zwischen 1964 und 1978. Der „Bomber der Nation“ ging am 15. August 2021 von uns. Seine Karriere wird in Erinnerung bleiben. Müller kam aus der schwäbischen Provinz nach München, Trainer Zlatko Cajkovski gab ihm erst auf Druck des Präsidenten eine Chance. Es folgte eine Weltkarriere mit WM- und EM-Titel, drei Siegen im Europapokal der Landesmeister und zahlreichen Toren. Müller wurde Torschützenkönig in 18 Wettbewerben, siebenmal in der Bundesliga - und insgesamt 365 Treffer für den FC Bayern. ©  via www.imago-images.de

„Du bist für uns alle ein Idol und echte Ikone. Für mich, Franz, leuchtest Du hell. Und das nicht nur an Deinem Geburtstag, sondern für alle Zeiten. Danke, dass es Dich gibt“, sagte Löw über Beckenbauer, der im deutschen Fußball auch als „Lichtgestalt“ betitelt wird. Beckenbauers Gesundheitszustand hatte sich in den letzten Jahren verschlechtert. Zuletzt verpasste er den Abschied von Rudi Völler, der daraufhin erklärte: „Ihm geht es leider nicht so gut“. Hoffentlich sorgen die Löw-Worte für Aufmunterung beim Kaiser. (ck)

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