Doppelpack des Ex-Löwen

Heimsieg gegen Stuttgart: Volland erlöst Bayer und Trainer Herrlich

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Kevin Volland (l.) war der Matchwinner des Abends. 

Bayer Leverkusens Trainer Heiko Herrlich kann dank Kevin Volland vorerst durchatmen. Der Nationalstürmer erzielte beim 2:0 (0:0)-Sieg gegen den Tabellenletzten VfB Stuttgart beide Treffer.

Bayer Leverkusens Trainer Heiko Herrlich kann dank Kevin Volland vorerst durchatmen. Der Nationalstürmer erzielte beim 2:0 (0:0)-Sieg gegen den Tabellenletzten VfB Stuttgart beide Treffer (76., 83.) und verschaffte dem angeschlagenen Bayer-Coach wieder etwas Luft.

Nach dem erst zweiten Heimsieg der Saison rücken die Rheinländer zunächst auf Rang zehn vor, der Abstand auf die Europa-League-Ränge beträgt fünf Punkte und könnte im Laufe des Wochenendes wieder größer werden.

VfB-Trainer Markus Weinzierl, der beim 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg vor der Länderspielpause den ersten Sieg unter seiner Regie gefeiert hatte, kassierte hingegen den nächsten Rückschlag. Die erschreckend ungefährlichen Schwaben behalten nach der achten Saisonniederlage die Rote Laterne.

Bellarabi und Volland überzeugen

"Wir wollten hier was mitnehmen. Wir haben es geschafft, sie relativ weit von unserem Tor wegzuhalten. Leider pennen wir dann bei der Standardsituation, die zum Tor führt", sagte Stuttgarts Ex-Nationalspieler Dennis Aogo: "Die Situation ist für uns alle absolut nicht zufriedenstellend."

Das wiedervereinte Flügel-Duo aus dem zuletzt formstarken Karim Bellarabi, der nach überstandener Oberschenkelverletzung wieder in der Startelf stand, und Volland tat den Gastgebern gut. Bayer besaß deutlich mehr Ballbesitz und verlagerte sein Spiel in Person des auffälligen Kreativdirektors Kai Havertz immer wieder auf seine Außenpositionen, von wo viele Bälle aber keinen Abnehmer im Zentrum fanden. Stuttgart lauerte mit Stoßstürmer Mario Gomez auf Konter.

Volland scheiterte erst noch

Volland vergab nach einem Doppelpass mit Bellarabi die erste Bayer-Chance aus zehn Metern (7.), Nationalspieler Havertz scheiterte mit einem Schuss von der Sechzehnerlinie an VfB-Keeper Ron-Robert Zieler (12.). Die von Herrlich vor dem Spiel geforderte "Leidenschaft" und "Intensität" war für die 24.632 Zuschauer zwar im Ansatz zu erkennen, doch der Abschluss und der letzte Pass der Gastgeber waren deutlich zu schwach.

So vergaben sowohl Tin Jedvaj (30.), als auch Volland (34.) aus unmittelbarer Nähe vor dem Tor. Zuvor hatte Schiedsrichter Robert Schröder (Hannover) einen zunächst gegebene Handelfmeter gegen die Gäste nach ungewohnt langer Rücksprache mit dem "Kölner Keller" zurecht zurückgenommen. Emiliano Insua hatte den Ball an der außerhalb des Strafraums an die Hand bekommen (14.), der anschließende Freistoß brachte nichts ein.

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Der VfB reagierte nach einer ersten Hälfte ohne Torchance auch nach dem Wechsel mehr, als dass er agierte. Bayer setzte sich in der Gäste-Hälfte fest, strahlte dabei aber zunächst nur wenig Gefahr aus. Charles Aranguiz verfehlte mit einem Freistoß knapp das Tor (56.), der hereinfliegende Volland scheiterte, als er nach einem gut ausgespielten Konter das leere Tore nicht traf (60.).

Besser machte er es eine gute Viertelstunde später, als er nach einer Havertz-Flanke ins rechte Eck einnickte. Sein Schuss aus 15 Metern sorgte kurze Zeit später für die Entscheidung.

SID

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