Verein treibt Umbruch voran

HSV bestätigt: Westermann muss gehen

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Heiko Westermann wechselte 2010 von Schalke zum HSV.

Hamburg - Der Hamburger SV hat den Vertrag mit Abwehrspieler Heiko Westermann nicht verlängert. Der 31-Jährige werde den Verein nach fünf Jahren noch im Sommer verlassen, teilte der HSV am Donnerstag mit.

Der Hamburger SV treibt nach dem Fast-Abstieg seinen personellen Umbruch voran. Der Bundesliga-Dino trennt sich nach fünf Jahren von Ex-Nationalspieler Heiko Westermann (31). Klub und Spieler einigten sich darauf, den auslaufenden Vertrag des Verteidigers nicht zu verlängern. Dies gaben die Hamburger am Donnerstag bekannt.

„Heiko hat fünf Jahre lang alles für den HSV gegeben und in vorbildlicher Manier seine Knochen für den Verein und die Fans hingehalten“, sagte HSV-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer: „Wir haben höchsten Respekt vor seiner hochprofessionellen Einstellung und wünschen Heiko für die Zukunft alles erdenklich Gute.“

Westermann, der 2010 für 7,5 Millionen Euro von Schalke 04 an die Elbe gewechselt war, ist nach Rafael van der Vaart (Betis Sevilla), Marcell Jansen und Slobodan Rajkovic (beide Ziel unbekannt) der vierte prominente Abgang der Hanseaten. „Ich hoffe, dass der eingeschlagene, der neue Weg der genau richtige für den HSV sein wird und dass sich der gesamte Verein stabilisieren kann“, sagte Westermann, der 173 Pflichtspiele für die Hamburger bestritt und drei Jahre lang die Kapitänsbinde trug.

Er wolle nun erstmal „ein paar Tage“ Urlaub machen. „Ich weiß noch nicht genau, wie und wo es danach weitergeht, ich nehme mir aber die Zeit, das ganz in Ruhe zu entscheiden“, sagte Westermann, der bei der SpVgg Greuther Fürth im Jahr 2002 sein Profidebüt gegeben hatte.

Neben den bisherigen Abgängen sollen noch der Schweizer Nationalspieler Valon Behrami (30) und Maximilian Beister (24) den finanziell angeschlagenen HSV verlassen. Verteidiger Lasse Sobiech wechselte bereits ablösefrei zum Lokalrivalen FC St. Pauli in die 2. Liga, Talent Jonathan Tah wird heftig vom Liga-Rivalen Bayer Leverkusen umworben.

Mittelfeldspieler Gojko Kacar und Stürmer Ivo Ilicevic, deren Verträge ebenfalls auslaufen, sollen dagegen neue, stark leistungsbezogene Arbeitspapiere erhalten. Die Hamburger wollen ihren Gehaltsetat von zuletzt 52 auf rund 40 Millionen Euro reduzieren. Zugänge konnten sie bislang nicht präsentieren.

„Wir haben Spieler identifiziert, in denen wir Potenziale sehen. Jetzt sind wir dabei, die Transfers in Abschlussreife zu bringen“, sagte HSV-Sportchef Peter Knäbel. Auf seinem Zettel sollen unter anderem die Offensivkräfte Michael Gregoritsch (VfL Bochum), Marius Wolf (1860 München) und Emil Berggreen (Eintracht Braunschweig) stehen. „In Anbetracht der Gesamtsituation und auch aus Überzeugung kann und wird es nicht unser Weg sein, erneut Millionen-Ablösesummen zu investieren. Es muss das Ziel sein, Spieler zu verpflichten, die ihre große Karriere noch vor sich haben“, sagte Knäbel.

SID

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