"Einfach mal den Mund halten"

Watzke und Zorc erbost über Rummenigge

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BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Dortmund - Das Verhältnis zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern war in der vergangenen Saison nicht das beste. Nun sorgen Aussagen von Karl-Heinz Rummenigge beim BVB-Chef für Verwunderung.

Klubs-Boss Hans-Joachim Watzke vom deutschen Vizemeister Borussia Dortmund hält Harmonie im Fußball für nicht notwendig. „Wir vertreten BVB-Interessen. Ich brauche im Fußball grundsätzlich keine Harmonie - wofür? Wir respektieren uns in der Bundesliga gegenseitig. Aber wenn ich Harmonie haben will, geh' ich in einen Gesangsverein„, sagte der 55-Jährige im Interview in der Bild am Sonntag.

Das gelte auch für das Verhältnis zu den Verantwortlichen des Double-Gewinners Bayern München. Das müsse nicht sein, dafür gebe es auch keine Notwendigkeit, so Watzke. Schließlich wolle man nicht gemeinsam den Titel gewinnen. "Wir sind Konkurrenten. Trotzdem respektieren wir uns, aber wir müssen nicht jede Woche Freundschaftsbekundungen abgeben."

Dennoch habe sich Watzke gewundert, dass sich Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge „in letzter Zeit so häufig zu Borussia Dortmund äußert.“ Zuletzt hatte der Münchner öffentlich seine Zweifel über den Verbleib von Marco Reus beim BVB über 2015 hinaus formuliert, da der Vertrag des Nationalspielers eine Ausstiegsklausel für eine Ablösesumme von 35 Millionen Euro beinhaltet.

Erbost zeigte sich auch BVB-Sportdirektor Michael Zorc. „Das hat leider eine völlig neue Qualität. Es wäre schön, wenn Karl-Heinz Rummenigge einfach mal den Mund halten könnte“, sagte der Ex-Nationalspieler auf der Internetseite des kicker.

Watzke indes zeigt sich optimistisch: „Marco weiß genau, dass er mit uns Titel gewinnen kann. Wir glauben, dass wir ihm ein gutes Gesamtpaket bieten können. Wir versuchen ihn langfristig an den BVB zu binden. Ob das gelingt, wird die Zukunft zeigen.“

SID

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