Die Wege trennten sich

„Menschlich ein Desaster“: Ex-Bundesliga-Star geht auf Trainer los

Bayer 04 Leverkusen - 1. FC Köln
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Mergim Mavraj (r.), hier noch im Dress des 1. FC Köln.

In unüblicher Schärfe hat der ehemalige HSV-Spieler Mergim Mavraj mit seinem letzten Hamburger Trainer Christian Titz abgerechnet.

Hamburg - „Menschlich ist dieser Trainer ein Desaster“, sagte Mavraj der „Bild“-Zeitung mit Blick auf die zurückliegende Abstiegssaison, in der ihn Titz aus dem Profi-Kader des Bundesligisten verbannt hatte. „Als einer der Wenigen im gesamten Verein hat mir Herr Titz offenbar nicht mehr zugetraut, der Mannschaft helfen zu können. Es ist das gute Recht eines Trainers einen Spieler auszusortieren - es geht dabei nur um die Art und Weise.“

Der Abwehrspieler war in der Winterpause 2016/2017 zusammen mit Kyriakos Papadopoulos zum akut abstiegsgefährdeten HSV gestoßen und feierte unter dem damaligen Trainer Markus Gisdol am letzten Spieltag den Klassenerhalt. Unter Titz, der im März dieses Jahres als Coach an der Elbe übernahm, absolvierte Mavraj dann kein einziges Spiel mehr für die Hamburger. Inzwischen spielt er für den griechischen Erstligisten Aris Saloniki.

Mavraj ein „Extremfall“?

„Es hatte ja fast schon System, mit den Spielern, die man nicht mehr brauchte, nicht zu sprechen. Nur war ich dabei eben noch mal ein Extremfall“, sagte der 32-Jährige dem Blatt. „Vielleicht muss ich mich aber auch bei Herrn Titz entschuldigen. Dafür, dass Papadopoulos und ich unter Gisdol im Winter 2017 so eingeschlagen sind und er somit auf seinen heiß ersehnten Bundesliga-Job noch so lange warten musste.“

Seinen Wechsel zum traditionsreichen Bundesliga-Dino bereue er dennoch nicht. „Ich verbinde mit dem HSV nicht die letzten drei, vier Monate und erst recht nicht Christian Titz. Trotz aller Turbulenzen und trotz des bitteren Endes will ich die Zeit nicht missen. Die Dankbarkeit, dass ich Teil des erfolgreichen Klassenerhalts unter Markus Gisdol sein durfte, überwiegt.“

dpa

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