Bundesliga am Freitag

Grifo ärgert Gladbach und freut sich auf die Nationalelf

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Torschütze Vincenzo Grifo (l) feiert mit seinem Teamkollegen Christian Günter den Treffer gegen Gladbach. Foto: Marcel Kusch

In Gladbach hat's nicht geklappt, in Hoffenheim lief's nicht rund - nun sorgt Mittelfeldspieler Grifo in Freiburg für Furore. Belohnung: Italiens Nationaltrainer Mancini nominierte den Freiburger für die Squadra Azzurra.

Mönchengladbach (dpa) - Auf einen Treffer von Vincenzo Grifo hat Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach in der vergangenen Saison vergeblich gewartet. Jetzt hat der ehemalige Gladbacher Profi gezeigt, dass er es kann und seinen Ex-Club mächtig geärgert.

"Natürlich jubel ich nicht. Ich habe die Raute selbst ein Jahr getragen und war gerne hier", sagte der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler des SC Freiburg, der mit seinem Treffer beim 1:1 (1:1) in Mönchengladbach seine derzeit gute Form unterstrich und den Gladbachern nach drei verlorenen Heimspielen nacheinander nur einen Punkt gewährte.

Im Breisgau blüht der in Pforzheim geborene Italiener wieder auf, nachdem die Vorsaison am Niederrhein und die Hinrunde in Hoffenheim nicht nach seinen Vorstellungen liefen. "Es war für ihn enorm wichtig, zu uns zu kommen. Bei uns erhält er mehr Einsätze und hat nicht diesen Konkurrenzdruck", sagte Freiburgs Trainer Christian Streich, der mächtig stolz auf den Punktgewinn beim Champions-League-Aspiranten am Freitagabend war. "Das war eine reife Leistung. Ich bin sehr erfreut wie die Mannschaft zusammensteht", sagte der SC-Coach.

Stolz war auch Grifo, der seit seiner Rückkehr nach Freiburg im Januar auf Leihbasis bereits auf drei Treffer und vier Assists gekommen ist. Die Leistungssteigerung hat auch Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini erneut veranlasst, den Freiburger für die beiden anstehenden Länderspiele gegen Finnland und Liechtenstein zu nominieren. "Ich habe mein ganzes Leben davon geträumt, für die Squadra Azzurra zu spielen. Ich habe mein Debüt bereits gegen, jetzt darf ich wieder kommen", sagte Grifo.

Mit 31 Punkten haben die Freiburger nun einen respektablen Vorsprung auf die Abstiegszone. "Ich habe ein gutes Gefühl", meinte Streich, der aber auch gleich an die nächste Aufgaben erinnerte. Als nächstes geht's für den Sport-Club gegen Rekordmeister FC Bayern München.

Für die Gladbacher war es nach nun vier sieglosen Heimspielen ein ernüchternder Abend. Außer dem Ausgleichstreffer von Alassane Pléa (16.) hatten die Gastgeber nicht viel zu bieten. Kaum Chancen, wenig Tempo - die Freiburger haben sehr gut verteidigt. "Wir waren zu passiv und zu unsauber im letzten Pass nach vorne. Dann wird es zäh und schwierig", befand Trainer Dieter Hecking, der die nun anstehende Länderspielpause nutzen will, um all diese Dinge noch einmal anzusprechen. Dass die Mannschaft dennoch weiterhin auf einem Champions-League-Platz steht, war für Lars Stindl ein schwacher Trost. "Das waren zwei verlorene Punkte", meinte Borussias Kapitän.

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