Chung Mong-Joon

FIFA-Präsidentschaftskandidat droht lange Sperre

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Chung Mong-Joon möchte FIFA-Chef werden.

Zürich - FIFA-Präsidentschaftskandidat Chung Mong-Joon aus Südkorea droht einem Medienbericht zufolge wegen angeblicher Ethikverstöße vor der WM-Vergabe im Jahr 2010 eine lange Sperre.

Nach Informationen der "Welt am Sonntag" soll die Untersuchungskammer der FIFA-Ethikkommission eine Suspendierung des 63-Jährigen für 15 Jahre beantragt haben. Damit wäre die Bewerbung des Industriellensohnes um die Nachfolge von FIFA-Boss Joseph Blatter hinfällig. Die Ethikermittler des Fußball-Weltverbandes äußern sich offiziell nicht zu laufenden Verfahren. Das Urteil fällt die Rechtsprechende Kammer unter Vorsitz des deutschen Richters Hans-Joachim Eckert.

Der "Welt am Sonntag" zufolge soll Chung als damaliger FIFA-Vizechef im Jahr 2010 den Mitgliedern des FIFA-Exekutivkomitees die Gründung eines Global Football Fund vorgeschlagen haben. Diesen habe Südkorea demnach mit einer Zahlung in hoher dreistelliger Millionensumme unterstützen wollen - sofern das Land den Zuschlag für die WM 2022 erhalte. Katar setzte sich bei der skandalumwitterten Wahl durch. Chung schied 2011 aus dem FIFA-Gremium aus.

Am Montag hatte der Südkoreaner mit heftigen Attacken gegen Blatter und Vorwürfen gegen seinen Wahlkampf-Kontrahenten Michel Platini seine Kandidatur für den FIFA-Spitzenposten angekündigt. Zu den konkreten Vorwürfen äußerte er sich bislang nicht. Die laufenden Ermittlungen der FIFA-Ethikkommission wegen der Bewilligung von Zahlungen für Fußball-Projekte in Pakistan während seiner Zeit als FIFA-Vize bezeichnete er zuletzt als "zynisch". Die FIFA-Wahl findet am 26. Februar 2016 in Zürich statt.

dpa

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