Ex-Frau im Fokus der Justiz

Trotz Sterbeurkunde: Tot geglaubter Ex-Schalker wohl doch am Leben - er spielte einst mit Manuel Neuer

2019 trauerte der FC Schalke 04 um Rudi Assauer (Foto), drei Jahre zuvor um einen früheren Jugendspieler - der offenbar nie gestorben ist.
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2019 trauerte der FC Schalke 04 um Rudi Assauer (Foto), drei Jahre zuvor um einen früheren Jugendspieler - der offenbar nie gestorben ist.

Ein früherer Schalke-Spieler ist 2016 verstorben - so zumindest die bisherige Annahme. Denn nun ist der Ex-Fußballer offenbar wieder aufgetaucht. 

  • 2016 machten Meldungen die Runde, ein früherer Schalke-Spieler sei bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
  • Doch Hiannick Kamba ist wohl nie gestorben.
  • Der frühere Juniorenspieler befinde sich wieder in Gelsenkirchen und wurde offenbar Opfer eines Betruges.

Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 betreibt seit Jahren eine extrem erfolgreiche Jugendarbeit. Die „Knappenschmiede“, wie die S04-Juniorenteams genannt werden, brachte schon viele große Spieler hervor - darunter Bayern-Kapitän* Manuel Neuer oder auch Leroy Sané*.

FC Schalke 04: Für tot geglaubter Ex-Spieler wohl überraschend am Leben

Nun gibt es kuriose Meldungen um einen früheren Jugendspieler der Königsblauen. Hiannick Kamba wurde vor einigen Jahren für tot erklärt - doch nun tauchte der Ex-Fußballer plötzlich wieder auf.

Kamba gilt eigentlich seit 2016 als verstorben. Neuen Erkenntnisse zufolge ist der frühere Verteidiger, der zusammen mit Neuer in der U19 der Schalker kickte, aber wohl doch am Leben – und Opfer eines Betrugs geworden.

Vor vier Jahren machte die Meldung die Runde, Kamba sei bei einem Autounfall in seiner kongolesischen Heimat ums Leben gekommen. Beim Bundesligaklub* herrschte damals große Trauer um seinen früheren Spieler, der den Sprung zu den Profis nie schaffte. 

FC Schalke 04: Hiannick Kamba im Kongo verstorben? Ex-Frau rückt in den Fokus der Justiz

Doch überraschend ist Kamba wohl weiterhin am Leben. Der heute 33-Jährige soll im Ruhrgebiet leben, wie die Bild berichtet. Wie kam es letztlich aber zur Todesnachricht um den Fußballer, der zur Zeit des Unfalls im Amateurbereich beim VfB Hüls aktiv war?

Offenbar habe Kambas Ex-Frau, mit der er zusammen einen Sohn hat, den Tod inszeniert, um somit die Versicherung zu prellen. Die Essener Oberstaatsanwältin Anette Milk sagte der Bild (Artikel hinter Bezahlschranke), Kamba habe sich bereits 2018 bei der deutschen Botschaft in Kinshasa gemeldet, um den Betrug aufzudecken: „Er gab an, im Januar 2016 bei einer Reise im Landesinneren des Kongos von seinen Begleitern nachts verlassen und ohne Papiere, Geld und Telefon zurückgelassen worden zu sein.“ 

Hiannick Kamba: Ex-Frau wird beschuldigt - Sterbeurkunde als Mittel zum Betrug?

Vermutlich habe seine damalige Frau infolgedessen eine Sterbeurkunde ausgehändigt bekommen, mit der sie in Deutschland die Versicherung betrogen habe. Wie sie zu dem Dokument gekommen ist, sei unklar.

Kamba soll nicht in den Betrug miteinbezogen worden sein, die Staatsanwaltschaft verhört ihn lediglich als Zeuge und vertraut der kuriosen Geschichte um sein Verschwinden. Mittlerweile soll er wieder in Gelsenkirchen leben. 

Hiannick Kamba: Einst in einem Team mit Neuer, Höwedes und Baumjohann

Die U19 der Schalker war damals wie heute sehr erfolgreich. In der Saison 2004/05 konnte Kamba unter Kultcoach Norbert Elgert den A-Junioren-Pokal gewinnen. Zum Team zählten neben Manuel Neuer auch die spätere S04-Ikone Benedikt Höwedes (jetzt Lokomotive Moskau) sowie der frühere Bayern-SpielerAlexander Baumjohann, der sein Geld mittlerweile beim FC Sydney verdient.

Kambas Karriere verlief unterdessen weniger erfolgreich, im Fußballgeschäft konnte sich der Kongolese nie nachhaltig einen Namen machen - dafür ist er nun in den Schlagzeilen, auch wenn er darauf wohl gerne verzichtet hätte. Was der 33-Jährige zur Angelegenheit sagt, ist nicht klar.

Video: Transferkönig Norbert Elgert: Ohne ihn wäre Schalke 04 vielleicht schon pleite

Der FC Schalke 04 steckt aktuell in finanziellen Schwierigkeiten, es droht die Insolvenz. Mit ökonomischen Problemen haben derzeit nicht nur die Gelsenkirchener zu kämpfen. Deshalb muss sich in der Bundesliga etwas gewaltig ändern - ein Kommentar*.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

as

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