Selbstkritische Töne des U21-Stars

Emre Can: "Vielleicht dachte ich, ich bin der Größte"

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Emre Can.

Olmütz - Mittelfeldspieler Emre Can ging nach dem 0:5-Debakel der deutschen Fußball-Junioren im Halbfinale der U21-EM gegen Portugal in Olmütz am Samstag hart mit der eigenen und der Leistung der Mannschaft ins Gericht.

 „Was wir da abgeliefert haben, war einfach eine Frechheit. Das ist ein trauriger Tag für Deutschland“, sagte der Profi vom FC Liverpool rund zwei Stunden nach Ende des Spiels.

Wie seine Kollegen hatte Can weit unter seinen Möglichkeiten gespielt und begründete dies auch damit, dass er in den vergangenen zwei Wochen ein wenig die Bodenhaftung verloren habe. „Vielleicht habe ich vor dem Spiel gedacht, ich bin der Größte. Ich glaube, ich muss wieder auf den Boden kommen. Ich bin in den letzten zwei Wochen viel gelobt worden“, sagte der 21-Jährige in der Mixed Zone.

Can musste nach dem Spiel eine Urinprobe für den Dopingtest abgeben und den Weg zurück nach Prag ins Mannschaftshotel mit einem anderen Fahrzeug antreten. Das DFB-Team war da bereits mit dem Bus auf dem Weg in die Goldene Stadt. „Der Urlaub wird jetzt sehr, sehr gut tun. Vielleicht dachten wir auch, wir sind als Mannschaft die Besten. Vielleicht haben wir es zu locker genommen“, sagte Can.

dpa

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