Auch ein DFB-Star enttäuschte

Englands Maguire im Zentrum der Kritik – sogar Uli Hoeneß setzt eine Spitze gegen den Verteidiger

Beim 3:3 zwischen England und Deutschland fiel jeweils ein Spieler aus jedem Team negativ auf. Englands Maguire verursachte gleich zwei Gegentreffer.

London - Das Nations-League-Spiel zwischen England und Deutschland legte bei beiden WM-Teilnehmern Schwachstellen offen. Beim 3:3-Remis führte zunächst das deutsche Team mit 2:0, ehe die Hausherren das Spiel drehten, um kurz vor Schluss den Ausgleich zu kassieren. Teilweise fielen die Treffer mithilfe des Gegners. Bei den Gastgebern machte sich vor allem ein Akteur unbeliebt, Harry Maguire von Manchester United leistete sich vor zwei Toren entscheidende Fehler und wurde nach dem Spiel sogar von Uli Hoeneß kritisiert.

England gegen Deutschland: Harry Maguire sorgt für zwei Gegentore - auch Hoeneß kritisiert ihn

Maguire, der bei den englischen Fans seit Monaten aufgrund fragwürdiger Leistungen in der Kritik steht, leistete sich vor dem 1:0-Führungstreffer der Deutschen einen kapitalen Bock. Erst spielte er im Aufbauspiel dem DFB-Youngster Jamal Musiala in den Fuß, ehe er ihn in der nächsten Aktion ungestüm im Strafraum von den Beinen holte. Die Folge war ein Strafstoß, den İlkay Gündoğan problemlos verwandelte.

Auch vor dem zweiten Tor der Gäste war Maguire, der auf der linken Seite in der Dreierkette spielte, der Ausgangspunkt. Der bockstarke Jamal Musiala stibitzte dem 29-Jährigen im eigenen Strafraum den Ball ab, dann ging es ganz schnell. Am Ende des Angriffs war es Kai Havertz, der den Ball aus der Distanz zum zwischenzeitlichen 2:0 in den Winkel schlenzte.

Harry Maguire verursachte auch das zweite Tor der Deutschen.

Uli Hoeneß, der bei RTL als Experte seine Meinung zum Besten gab, konnte nicht anders, als Maguire in seiner Spielkritik zu erwähnen. „Das Spiel war natürlich ein Spiel in verschiedenen Phasen. Die erste Halbzeit war ein Geplänkel von beiden Seiten, da hat man gemerkt, dass beide Mannschaften ihre Form suchen“, fasste er die ersten 45 Minuten zusammen. „Nach der Halbzeit hat unsere Mannschaft 20 Minuten hervorragend gespielt, 2:0 geführt, total überlegen gespielt - Maguire hat natürlich auch ein bisschen geholfen. Es ist schade, dass die Mannschaft dann ihren Rhythmus verloren hat. Denn ein Sieg hier hätte Selbstbewusstsein gegeben.“ 

Deutschland spielt Remis in England: Timo Werner enttäuscht auf Seiten des DFB-Teams

Aufseiten des DFB-Teams fiel besonders Timo Werner negativ auf. Der RB-Leipzig-Rückkehrer wurde zur Halbzeit für Jonas Hofmann eingewechselt und hatte nach einer Stunde das 2:0 auf dem Schlappen. Der 26-Jährige war von rechts in den Strafraum eingedrungen und profitierte sogar noch von einem Ausrutscher von Eric Dier. Werner suchte aus fünf Metern allerdings nicht den Abschluss, sondern entschied sich, querzulegen. Allerdings legte der Stürmer dabei nicht die nötige Präzision an den Tag und spielte dem Gegner ohne Not den Ball zurück.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar

WM-Pokal bei der Auslosung für die WM 2022
Der WM-Pokal bei der Auslosung der Vorrunde für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar. © Kurt Schorrer/dpa
WM-Sieger 2018 Frankreich
Der aktuelle Fußball-Weltmeister kommt aus Frankreich. Im Jahr 2018 sicherten sich die Franzosen den Titel in Russland. Auch bei diesem Turnier zählen sie zu den Favoriten. © Sputnik/dpa
WM-Auslosung 2022 - Infantino begrüßt Scheich Tamim bin Hamad Al Thani
Auslosung der WM-Vorrunde in Doha. Fifa-Präsident Gianni Infantino (l.) gibt Scheich Tamim bin Hamad Al Thani (r.), Emir von Katar, zu Beginn der Auslosung die Hand. © Christian Charisius/dpa
WM-Auslosung 2022 - Alle Nationaltrainer auf einem Bild
Die Nationaltrainer der teilnehmenden Mannschaften um Hansi Flick (hintere Reihe 5.v.l), Nationaltrainer von Deutschland, stehen nach der Auslosung in Doha zusammen. © Christian Charisius/dpa
WM 2022 - Trainingsplatz deutsche Nationalmannschaft in Katar
Ein großer Ball mit der Jahreszahl 2022 steht auf einer Verkehrsinsel mit Kreisverkehr vor dem Trainigsgelände Al-Shamal sports Club in Al Ruwais, dem Quartier der deutschen Nationalmannschaft. © Christian Charisius/dpa
Ausländische Arbeiter für die WM 2022 in Katar
Ein Mann mit Schutzhelm und Schutzweste geht über die Baustelle des Lusail Iconic Stadiums. Aufgrund von Menschenrechtsverletzungen und schlechte Arbeitsbedingungen steht die WM deutlich in der Kritik. © XinHua/dpa
WM-Spielball 2022 Al Rihla
Der offizielle Spielball für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Der Ball trägt den arabischen Namen „Al Rihla“, was übersetzt „die Reise“ bedeutet. © Nick Potts/dpa
Flick und Bierhoff bei der WM-Auslosung 2022 in Katar
Hansi Flick (l.), Nationaltrainer von Deutschland, und Oliver Bierhoff (r.), Geschäftsführer Nationalmannschaften und Akademie, kommen zur WM-Auslosung. © Christian Charisius/dpa
Lusail Iconic Stadium - Stadion der WM 2022 in Katar
Eines der neu gebauten Stadien: Im Lusail Iconic Stadium wird ab November das Eröffnungspiel und im Dezember das Endspiel der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2022 stattfinden. © kyodo/dpa
Nationalspieler mit „Human-Rights“-Shirts
Bei einem WM-Qualifikationsspiel gegen Island protestierte die deutsche Nationalelf vor dem Anpfiff des Spiels gegen die Menschenrechtsverletzungen bei den Bauarbeiten der Stadien in Katar. © Tobias Schwarz/dpa
Außenansicht des Al Janoub Stadion in Al Wakra bei Doha
Außenansicht des Al Janoub Stadion in Al Wakra bei Doha. © Christian Charisius/dpa
Khalifa International Stadion für die WM 2022 in Katar
Die WM 2022 in Katar wird in acht Stadien ausgetragen. Hier ein Blick in das Khalifa International Stadion. © Sharil Babu/dpa
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Für Bundestrainer Hansi Flick ist es das erste große Turnier als deutscher Nationalmannschafts-Coach. © Hans-Martin Issler/dpa
Gemeinsame Trikots für WM der Männer und Frauen
Leroy Sane präsentiert das neue Trikot der deutschen Nationalmannschaft für die WM 2022 in Katar. © Thomas Boecker/dpa
WM 2022 - Umkleidekabine im Lusail Iconic Stadium in Doha
Blick in eine der Mannschafts-Umkleiden im Stadion „Lusail Iconic Stadium“ in Lusail bei Doha.  © Christian Charisius/dpa
WM 2022 - Trainingsplatz deutsche Nationalmannschaft in Katar
Blick auf den Rasen im Stadion „Al-Shamal sports Club“ in der kleinen Hafenstadt Al Ruwais. Das Resort am Al Khasooma Beach ganz im Norden des Emirats Katar wird das Teamquartier der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.  © Christian Charisius/dpa

Beim Treffer zum 2:0 durch seinen ehemaligen Chelsea-Kollegen Kai Havertz behielt er allerdings den Überblick und konnte letztlich zumindest als Vorbereiter hervortreten. Das Stürmer-Problem bleibt dennoch präsent, Flick allerdings vertraut wohl weiterhin dem gebürtigen Stuttgarter. Hier verzichtete Hoeneß, der erst kürzlich mit einem Wut-Anruf im Doppelpass die Schlagzeilen bestimmte, immerhin auf einen negativen Kommentar. (ajr)

Rubriklistenbild: © Shutterstock/imago

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