„Abstoßend“

Cottbus-Fans feiern Aufstieg mit Ku-Klux-Klan-Kapuzen - jetzt ermittelt der Staatsschutz

Da fällt einem eigentlich nur ein Wort ein: geschmacklos. Cottbus-“Fans“ haben den Aufstieg ihrer Mannschaft mit einer fragwürdigen Verkleidung gefeiert. Und die hat nun den Staatsschutz auf den Plan gerufen.

Cottbus - Weil einige Fans den Aufstieg von Energie Cottbus in die 3. Liga in der Innenstadt mit weißen Kapuzen im Stil des Ku-Klux-Klans gefeiert haben, hat der kriminalpolizeiliche Staatsschutz "intensive Ermittlungen aufgenommen". Das geht aus einer Pressemitteilung der Polizeidirektion Süd hervor. Der Verein distanzierte sich umgehend von der Aktion.

Durch ihre Verkleidung könnten die Personen, die zudem ein rotes Transparent mit der Aufschrift "Aufstieg des Bösen" trugen, unter anderem gegen das Versammlungsverbot verstoßen haben. Bei den Feierlichkeiten auf dem Altmarkt wurde zudem Pyrotechnik gezündet.

Verein distanziert sich: „Menschenverachtend“

Der Verein distanzierte sich am Montag "entschieden" von der "Darstellungsform, die menschenverachtend, abstoßend und in keiner Weise tolerierbar ist". Energie begrüßte zudem die polizeilichen Ermittlungen und versprach, "im Falle der Bekanntmachung der Personen bundesweite Stadionverbote und lebenslange Hausverbote" auszusprechen.

"Es muss davon ausgegangen werden, dass diese Personen der Stadt Cottbus, der gesamten Region und dem FC Energie Cottbus ganz bewusst Schaden zufügen wollen", heißt es in einer Stellungnahme des früheren Bundesligisten: "Wir sind zutiefst betroffen, dass einige wenige Personen durch ihr Handeln die Freude über den Aufstieg trüben und das Image von zehntausenden Energie-Fans und des Vereins beschädigen."

Cottbus hatte am Sonntag durch ein 0:0 im Play-off-Rückspiel gegen Nordmeister Weiche Flensburg die Rückkehr in den Profifußball perfekt gemacht. Im Stadion verlief die Siegesparty friedlich.

Unterdessen sorgte eine andere Relegationspartie für einen handfesten Skandal: die zwischen Waldhof Mannheim und dem KFC Uerdingen.

sid

Rubriklistenbild: © dpa / Jim Lo Scalzo (Symbolbild)

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