Corona und Fußball

Erster Bundesligaklub bittet Spieler zur Kasse: Ungeimpfte Profis müssten Tests selbst zahlen

Die ungeimpften Spieler von Bundesligist Hertha BSC müssen ihre Corona-Tests selbst bezahlen. Das kostet die Impf-Verweigerer eine vierstellige Summe im Monat.

Berlin - Seit Beginn der Pandemie müssen sich Profifußballer regelmäßig auf das Coronavirus* testen lassen. Das schreibt das Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga vor, um den Spielbetrieb in der Bundesliga* aufrechterhalten zu können. Seit dieser Saison sind mittlerweile die meisten Spieler geimpft, die ungeimpften Profis sind weiterhin auf Tests angewiesen. Der erste Bundesligist macht nun Ernst im Kampf gegen die Impf-Verweigerer.

Corona und Fußball: Ungeimpfte Hertha-Spieler müssen Tests selbst zahlen

Ungeimpfte Spieler müssen bei Hertha BSC* für die PCR-Tests künftig selbst zahlen. Das bestätigte der Berliner Klub, zuvor hatten die Bild und die B.Z. darüber berichtet. Herthas Sportvorstand Fredi Bobic hatte den beiden Boulevard-Blättern gesagt, dass sie eine Impfquote von über 90 Prozent hätten. „Und das ohne irgendeine Art von Zwang, sondern durch Überzeugung.“ Die Angabe bezieht sich auf den Profi-Kader, Trainerstab und das Team ums Team. Insgesamt rund 40 Personen. 

Diejenigen, die aber nicht gegen das Coronavirus geimpft sind, müssen nun selbst für die erforderlichen Tests aufkommen. Zwei PCR-Tests in der Woche sieht das aktuell gültige Konzept der DFL vor. Hertha, das vor allem in der vergangenen Saison schon durch Corona-Infektionen gebeutelt wurde und sogar in Quarantäne musste, testet seine Profis sechsmal in der Woche.

Hertha-Boss Fredi Bobic will nicht mehr die Corona-Tests für ungeimpfte Spieler bezahlen.

Keine Corona-Impfung: Hertha-Profis müssen für Tests über 1600 Euro im Monat zahlen

Ein PCR-Test kostet rund 70 Euro. Heißt: Die Impf-Verweigerer müssen über 1600 Euro aus der eigenen Tasche zahlen. Bis zuletzt hatte der Verein die Kosten übernommen. Ob sich die ungeimpften Spieler davon zu einer Impfung „überreden“ lassen, darf jedoch bezweifelt werden. Die Impfquote in der Liga liegt laut Bild bei den Spielern bei rund 82 Prozent. Die im Trainerstab sei noch höher.

Mit deutlich höheren Verlusten müssen die Basketballer in den USA rechnen. So dürfen NBA-Spieler in San Francisco und New York ohne Covid-Schutz gar nicht auflaufen. Für Spiele, bei denen sie aus diesem Grund nicht einsatzfähig sind, wird sogar das Gehalt gestrichen. Prominentester Impf-Verweigerer ist Kyrie Irving von den Brooklyn Nets. Sollte der Point-Guard wegen fehlender Impfung in der kommenden Saison nicht zum Einsatz kommen, könnten ihm über 14 Millionen Dollar durch die Lappen gehen. (ck) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Melanie Zink/Imago

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