UEFA-Präsidentschaftskandidat übt Kritik

Ceferin: "UEFA-Reform  für kleine Länder keine gute Sache"

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Aleksander Ceferin.

Nyon - UEFA-Präsidentschaftskandidat Aleksander Ceferin hat die Reform der Klubwettbewerbe kritisiert und zum Thema seines Wahlkampfes gemacht.

"Ich war an dieser Konstruktion nicht beteiligt, und wenn ich gewählt werden sollte, kann ich sie nicht ändern", sagte der 48-Jährige knapp eine Woche vor dem Wahl-Kongress der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am 14. September der L'Equipe: "Für die kleinen Länder wie Slowenien ist das keine gute Sache."

Das UEFA-Exekutivkomitee habe die Reform, die den Top-Klubs in der Champions League ab der Saison 2018/19 unter anderem viel mehr Geld garantiert, aber einstimmig verabschiedet. "Es stellt sich die Frage, weshalb sie das getan haben? Hatten sie die Wahl, welchem Druck waren sie ausgesetzt? Man wird sie fragen müssen", sagte Ceferin, der seinen Konkurrenten Michael van Praag (68) explizit erwähnte.

"Offensichtlich wurde das Projekt schon vor Monaten auf den Weg gebracht, aber die Nationalverbände wurden nicht sehr gut informiert. Es war nur bekannt, dass Michael Van Praag, Fernando Gomes und David Gill mit der ECA (Europäische Klub-Vereinigung, d. Red.) verhandelt haben", sagte Ceferin: "Die Entscheidung ist in einem Augenblick der Machtleere in der UEFA gefallen, weil sie keinen Präsidenten und keinen Generalsekretär hatte, weil Gianni Infantino seinen Wahlkampf um die FIFA-Präsidentschaft führte."

Der Slowene wolle jetzt nicht "den Populisten spielen, der schreit: 'Das ist Mist, wir werden das ändern'". Das Format sei "immer noch besser als eine private Superliga, was einen Krieg mit der UEFA bedeuten würde", sagte Ceferin.

SID

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