Bundesliga, 29. Spieltag

Dortmund legt vor: BVB mindestens für eine Nacht Tabellenführer

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Doppeltorschütze Jadon Sancho und Marius Wolf (l.) bejubeln das Tor zum Dortmunder 2:0 gegen Mainz.

Borussia Dortmund hat im Fernduell mit dem FC Bayern München vorgelegt und einen Sieg eingefahren. Ein Youngster mutierte zum Matchwinner.

Dortmund - Erleichterung statt großer Jubel: Borussia Dortmund ist mit einem Zittersieg zumindest für 21 Stunden an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga zurückgekehrt. Eine Woche nach der 0:5-Pleite im Gipfel beim FC Bayern München bezwang der BVB am Samstag den FSV Mainz 05 angeführt vom überragenden Teenager Jadon Sancho mit 2:1 (2:0), überzeugte aber nur eine Halbzeit.

Damit liegen die Dortmunder zunächst wieder zwei Punkte vor den Münchnern, die erst am Sonntag bei Fortuna Düsseldorf antreten müssen.

Der zweite Liga-Doppelpack von Sancho (18./24. Minute) sorgte für Erleichterung nach einer Woche voller Frust beim Meisterschafts-Anwärter. Nicht nur der Mainzer Anschlusstreffer durch Robin Quaison (83.) ließ das Team von Trainer Lucien Favre in der Schlussphase aber noch gehörig zittern. Torwart Roman Bürki wurde mit mehreren starken Paraden zum Erfolgsgaranten und von den Fans mit Sprechchören nach dem Schlusspfiff gefeiert. „Ich bin nicht so glücklich über das Spiel in der zweiten Halbzeit“, sagte der Schweizer. „Ich habe das Gefühl, als sie das 1:2 gemacht haben, waren wir ein bisschen ängstlich. Wir sind nur noch hinten drin gestanden.“

Marco Reus: „Die zweite Halbzeit war einfach schlecht“

„Wenn man ehrlich ist, war das nicht unser Plan, dass Roman uns hier den Sieg rettet“, sagte Marco Reus. „Die zweite Halbzeit war einfach schlecht.“ Die Westfalen haben nun in jedem der 15 Saison-Heimspiele mindestens zwei Tore erzielt und ist im eigenen Stadion seit dem 1:2 gegen Mainz vor knapp einem Jahr ungeschlagen.

Der 19 Jahre alte Sancho ist zudem der jüngste Dortmunder, dem zehn Tore in einer Saison gelingen. Die Mainzer, die in der Vorwoche 5:0 gegen Freiburg gewannen, sind trotz der sechsten Auswärtsniederlage in Serie quasi gerettet. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt 15 Punkte.

Nach BVB-Blamage in München: Favre tauscht drei Spieler in Startelf aus

Gegenüber der deprimierenden Niederlage im Spitzenspiel in München änderte Favre sein Team auf drei Positionen: Mario Götze, der vor zehn Jahren als 17-Jähriger gegen Mainz sein Bundesligadebüt gegeben hatte, Julian Weigl und Marius Wolf ersetzten die auf der Bank sitzenden Mo Dahoud und Dan-Axel Zagadou sowie den erneut verletzten Lukasz Piszczek. Somit spielte der BVB ziemlich genau in der Aufstellung, die man in der Vorwoche erwartet hatte. Da hatte Favre sich verspekuliert und unter anderem Kapitän Marco Reus in der Sturmspitze aufgeboten.

Über fast 75 Prozent Ballbesitz in der ersten Viertelstunde und eine hohe Passquote gewannen die Gastgeber schnell Sicherheit. Und hätten auch fast noch früher geführt. Nach einer verunglückten Rettungsaktion des Mainzer Kapitäns Danny Latza gegen Jacob Bruun Larsen ging der Ball an den Pfosten (6.), 05-Keeper Florian Müller rettete gegen Bruun Larsen stark (14.).

Auch bei Sanchos Führungstreffer nach starker Vorlage von Götze reagierte Müller eigentlich stark, aber vergeblich. Beim 2:0 vollendete der Engländer Sancho eine schnelle Kombination nach Ballgewinn. Nach Hereingabe von Thomas Delaney traf er den Ball zwar nicht richtig, doch Moussa Niakhaté fälschte unhaltbar für Müller ab.

Die Mainzer hielten das Zentrum mit Latza und Jean-Philippe Gbamin halbwegs dicht, über Außen waren sie aber extrem anfällig. Kurz vor der Pause wäre Karim Onisiwo nach einem groben Schnitzer von Weigl aber fast der Anschlusstreffer geglückt: Per Hacke traf er den Pfosten (43.).

Das wirkte für Mainz als Weckruf. Im zweiten Durchgang hielten die Rheinhessen die Partie offener - auch, weil der BVB etwas fahriger wirkte. Abermals fehlten Onisiwo Zentimeter zum Anschlusstor, erneut traf er den Pfosten (63.). Dortmund stand gehörig unter Druck, mehr als das 1:2 durch Quaison gelang Mainz aber nicht mehr.

Nach Abpfiff des Spiels kam es übrigens im TV zu einer Ton-Panne - und die Zuschauer hörten Lothar Matthäus unfreiwillig schimpfen.

dpa

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