Das bietet der 14. Bundesliga-Spieltag

Verfolger-Duelle im Westen - FC Bayern auf Leipzig-Jagd

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Können sich nicht lange ausruhen: Die Profis von Borussia Dortmund sind schon am Samstag in Köln wieder gefordert.

München - Am 14. Bundesliga-Spieltag stehen vor allem die Westclubs im Fokus. Auch das Fernduell um die Tabellenspitze geht in die nächste Runde.

Ab sofort zählt nur noch die Bundesliga. Nach der Kür bei ihren letzten internationalen Auftritten in diesem Jahr rücken für die deutschen Europapokal-Teilnehmer die Pflichtaufgaben in der Meisterschaft in den Fokus. Insbesondere die Westclubs aus Dortmund, Schalke, Leverkusen und Mönchengladbach sehen an den drei Spieltagen bis Weihnachten großen Nachholbedarf. Der FC Bayern München will den Druck auf Spitzenreiter RB Leipzig mit einem Sieg über den taumelnden VfL Wolfsburg erhöhen. Auch wenn es bei Ralph Hasenhüttls Rückkehr nach Ingolstadt unwahrscheinlich erscheint, dass die ungeschlagenen Sachsen ausgerechnet beim Schlusslicht straucheln.

„Es geht jetzt um die Bundesliga. Da hängen wir noch den einen oder anderen Punkt hinterher. Darum müssen wir Top-Leistungen bringen, um dranzubleiben“, mahnte Michael Zorc vor dem Duell beim heimstarken Tabellen-Nachbarn Köln. Der BVB-Sportdirektor fürchtet nach der Euphorie um das 2:2 bei Real Madrid einen ähnlichen Spannungsabfall wie schon häufiger nach grandiosen Champions-League-Auftritten. Schließlich beträgt der Rückstand des Tabellen-Sechsten auf Leipzig schon neun Punkte, auf die Bayern immerhin sechs. Aus Sorge vor einem weiteren Rückschlag nimmt Zorc die wankelmütige Elf vor dem Spiel beim Angstgegner aus Köln in die Pflicht: „Jetzt müssen wir liefern.“

In Gelsenkirchen steigt der Westschlager

Noch brisanter ist der Westschlager zwischen den punktgleichen Teams des FC Schalke 04 und Bayer Leverkusen. Der Verlierer des Duells zum Abschluss des 14. Spieltags am Sonntag würde das obere Ligadrittel für längere Zeit aus den Augen verlieren. Zwar gibt das 3:0 gegen Monaco dem Achtelfinalisten der Königsklasse Rückenwind, doch Bayer-Sportchef Rudi Völler warnt: „Auf Schalke wird die Luft brennen. Wir müssen bis zur Winterpause versuchen, den Abstand zu den internationalen Plätzen zu verkürzen, um im neuen Jahr noch mal angreifen zu können.“

Das exakt selbe Ziel haben die Königsblauen. Das bedeutungslose 0:2 mit der B-Elf in Salzburg war schnell abgehakt. Gegen Bayer soll die in Leipzig unterbrochene Erfolgsserie wieder fortgesetzt werden. „Es gibt noch neun Punkte, und wir wollen möglichst viele davon holen“, betonte Sportvorstand Christian Heidel, und ergänzte: „Ich befürchte aber, Leverkusen hat die gleiche Idee wie wir.“

Schicksalsspiel für Schubert?

Für Borussia Mönchengladbach und Trainer André Schubert geht es nach dem 0:4 in Barcelona und acht Bundesliga-Spielen ohne Sieg längst um viel mehr. Bei einer Heimpleite gegen Mainz am Sonntag könnte die Stimmung endgültig kippen. Der in die Kritik geratene Coach müsste allen Treuebekundungen zum Trotz um seinen Arbeitsplatz fürchten. Mit drastischen Worten beschreibt Sportdirektor Max Eberl den Ernst der Lage: „Mainz ist das wichtigste Spiel. Wir alle wissen, dass wir derzeit eine beschissene Situation erleben.“

Nicht zu beneiden ist auch Valérien Ismaël. Der Wolfsburger Coach muss nicht nur den Fall Julian Draxler meistern, sondern sieht sich nach seiner mäßigen Bilanz zudem mit Medienberichten über seine drohende Ablösung konfrontiert. „Ich lese keine Zeitung, das interessiert mich nicht“, sagte der Franzose vor der Partie bei seinem Ex-Club. Dennoch kommt der Stresstest in München zur Unzeit: „Leichtere Aufgaben gibt es sicherlich“, gesteht Ismaël.

Rummenigge denkt schon an Leicester

Die Münchner beschäftigen sich derweil mehr mit Leipzig als mit dem nächsten Gegner. „Die englischen Clubs haben vergangene Saison den Fehler gemacht, Leicester City zu lange nicht ernst zu nehmen“, mahnte Karl-Heinz-Rummenigge im Vorwort des Bayern-Magazins zum Spiel gegen Wolfsburg. Es gelte, dafür zu sorgen, „dass Leicester nicht plötzlich in Sachsen liegt“.

Derlei Komplimente interessieren Hasenhüttl vor seiner Rückkehr nach Ingolstadt wenig. „Das wird, abgesehen von der Tatsache, dass man in die andere Kabine geht, schon etwas Besonderes für mich sein. Weil einfach zu viele positive Erinnerungen da sind“, sagte Leipzigs Coach, der den Angriff der Bayern abermals abwehren will: „Wir wissen aber, dass in Ingolstadt erneut eine konzentrierte Leistung notwendig sein wird.“

dpa

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