Sportvorstand Eintracht

Bobic: Spielabbruch bei Rassismus äußerstes Mittel

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Fordert hartes Durchgreifen bei Rassismus im Stadion: Frankfurts Fredi Bobic. Foto: Uwe Anspach/dpa

Berlin (dpa) - Im Kampf gegen Rassismus in Fußball-Stadien hält Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic Spielabbrüche für das äußerste Mittel.

"Notfalls, wenn sowas passiert, muss ein Spiel auch mal stoppen oder komplett beendet werden. Dann ist es das richtige Zeichen", sagte der 48-Jährige am Rande der Laureus-Sportpreise, die am Montagabend in Berlin vergeben wurden.

Ein Abbruch müsse aber abgewogen werden, mahnte Bobic. "Wenn einer oder zwei Leute eine dumme Aktion machen, warum sollen die anderen 60.000 dafür büßen. Du musst diese zwei rauspicken", sagte der frühere Torjäger. Man könne nicht in jeden Kopf schauen. "Wenn es Einzelfälle gibt, dann müssen wir sie ausfindig machen, sie raustun aus den Stadien", sagte Bobic.

Zuletzt hatte es im DFB-Pokal auf Schalke rassistische Entgleisungen einiger Fans gegen Hertha-Profi Jordan Torunarigha gegeben. Bei einem Drittliga-Spiel in Münster hatten Zuschauer mit "Nazis-raus"-Rufen auf die Beleidigungen eines 29 Jahre alten Mannes gegen den Würzburger Leroy Kwadwo reagiert. Zudem sorgten sie dafür, dass der Tatverdächtige, der seinen Platz verlassen hatte, ausfindig gemacht und identifiziert wurde.

Bei einem Ligaspiel in Portugal verließ Moussa Marega, 28 Jahre alter Nationalspieler aus Mali, am 16. Februar nach seinem Siegtor für den FC Porto wegen rassistischer Beleidigungen aus dem Publikum den Platz. Laut Bobic ist der Rassismus aber nur ein Problem auf den Rängen, nicht innerhalb der Teams. "Wir machen schon sehr viel im Fußball. Die Mannschaften gehen sehr gut miteinander um, da gibt es gar keine Vorfälle. Da ist es egal, welche Hautfarbe sie haben, welchen Glauben sie haben", sagte Bobic.

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Instragram-Beitrag Leroy Kwadwo

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