Arsenal träumt vom FA-Cup - Per Mertesacker "etwas down"

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Per Mertesacker wurde in der 63. Minute ausgewechselt. Er hatte sich den Fuß verdreht. Foto: Andy Rain

Der FC Arsenal darf mit Mesut Özil und Per Mertesacker nach dem 2:1 gegen Reading auf den nächsten FA-Cup-Erfolg hoffen. Der angeschlagene Mertesacker sorgt sich aber um seine Finalteilnahme.

London (dpa) - Mit gemischten Gefühlen humpelte Arsenal-Kapitän Per Mertesacker nach dem erneuten Einzug ins Finale des FA-Cups durch die Katakomben des Wembleystadions. Ein Fuß steckte in einer massiven Plastikschiene.

"Was soll ich sagen? Ich bin etwas niedergeschlagen. Ich habe mir den Knöchel verdreht und muss die Untersuchung abwarten, aber ich bin natürlich auch erfreut, dass wir im Finale stehen", sagte der deutsche Fußball-Weltmeister. "Es wäre eine große Ehre, den FA-Cup verteidigen zu können"

Beim 2:1-Erfolg des Vorjahressiegers nach Verlängerung gegen den Zweitligisten FC Reading war Mertesacker in der 63. Minute ausgewechselt worden. Zu dieser Zeit stand es nach Toren von Alexis Sanchez (39.) und Garath McCleary (54.) 1:1. Beim erlösenden Siegtreffer des Chilenen Sanchez in der Verlängerung (105.+1) saß der Innenverteidiger längst in der Kabine.

Mertesacker droht für das Topspiel des Tabellenzweiten in der Premier League gegen den souveränen Spitzenreiter FC Chelsea 26. April auszufallen. Am 30. Mai will er seine Mannschaft im englischen Fußball-Tempel aber zum Pokal-Endspiel wieder auf das Feld führen. Der Gegner wird Aston Villa, dass sich überraschenderweise gegen den FC Liverpool durchsetzte. "Es ist fantastisch, dass wir zum zweiten Mal im Finale stehen. Darauf sind wir sehr stolz", meinte Mertesacker. Teamkollege Mesut Özil frohlockte bei Twitter: "Wir haben es geschafft. Wembley, wir sehen uns im Mai." 

In der vergangenen Saison hatte Arsenal das Finale erst im Elfmeterschießen gegen Zweitligist Wigan Athletic erreicht und dort Liga-Konkurrent Hull City bezwungen. Auch diesmal taten sich die Gunners schwer. Der Außenseiter, bei dem der ehemalige Hoffenheim-Profi Daniel Williams im Mittelfeld eine tolle Partie spielte, war defensiv gut organisiert und hielt den Favoriten lange Zeit vom Tor fern. Mertesacker hatte nach einer Özil-Ecke (8.) eine der wenigen Chancen, sein Kopfball fand aber nicht den Weg über die Linie.

In der Endphase der regulären Spielzeit hatten beide Clubs gute Möglichkeiten. Aaron Ramsey scheiterte am Pfosten (84.). Pogrebnjak (87.) vertändelte einen Konter. In der Verlängerung entschied Sanchez die Partie. Dem ansonsten starken Reading-Keeper Adam Federici rutschte der Ball unglücklich durch die Hände. "Für unsere Nerven war es eine Zerreißprobe. Es war schwer. Am Ende haben wir ein bisschen Glück benötigt", sagte Gunners-Coach Arsène Wenger.  

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