Mertesacker denkt trotz Serie nicht an Arsenal-Titel

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Aaron Ramsey (r) erzielte den Siegtreffer gegen Burnley. Foto: Andy Rain

Manchester United hat das Stadtderby gegen City dominiert und den Erzrivalen mit 4:2 gedemütigt. An der Spitze behauptete der FC Chelsea durch einen glücklichen Sieg seinen Vorsprung. Doch neben United bleibt auch der FC Arsenal in Lauerstellung.

London (dpa) - Per Mertesacker verschwendet trotz der imposanten Erfolgsserie seines FC Arsenal keinen Gedanken an den Meistertitel in England.

"Wir haben das nicht in der Hand. Chelsea hat an der Spitze einen ordentlichen Vorsprung. Das macht es schwer für uns", sagte der Fußball-Weltmeister nach dem 1:0 (1:0) des Tabellenzweiten beim FC Burnley.

Gleiches gilt für Manchester United. Der Rekordmeister hat zwar im Stadtderby gegen den Erzrivalen Manchester City einen triumphalen 4:2 (2:1)-Sieg gefeiert. Mit 65 Zählern bleiben die Red Devils aber hinter Arsenal (66) und Spitzenreiter FC Chelsea (73) zurück. Die Blues haben schon vor dem Nachholspiel gegen Schlusslicht Leicester City einen Sieben-Punkte-Vorsprung.

Das war den United-Fans am Sonntag egal. Ihr Club hatte den Meister aus der Nachbarschaft im heimischen Old Trafford gedemütigt. Es war der erste Sieg von United nach vier Derby-Niederlagen in Serie.

Sergio Agüero hatte die Citizens in der achten Spielminute in Führung gebracht, doch Ashley Young (14.) und Marouane Fellaini (27.) drehten die Partie vor dem Wechsel. Für die Entscheidung sorgte Juan Mata (67.), ehe Chris Smalling (73.) traf. Den Endstand besorgte Agüero (88.).

Für City dürfte die Titelverteidigung damit futsch sein. Der Club hat auf Chelsea zwölf Zähler Rückstand. Arsenal und United haben dagegen einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Qualifikation gemacht und dürfen sechs Spieltage vor dem Saisonende sogar noch vom Titel träumen.

Doch Mertesacker bleibt skeptisch. Einen Tag nach Arsenals achtem Premier-League-Sieg in Serie wurde seine Einschätzung bestätigt: Chelsea kam durch einen späten Treffer von Cesc Fabregas (88.) zu einem glücklichen 1:0 (0:0) bei Queens Park Rangers. 

Da in den letzten 18 Partien aber 16 Erfolge für die Gunners heraussprangen, gilt die Mannschaft um Mertesacker und Mesut Özil auf der Insel als der einzig ernstzunehmende Chelsea-Verfolger. Am 26. April muss der Tabellenführer bei Arsenal antreten. Es könnte auf dem Weg zum Titel die letzte große Hürde sein. Den Gunners hilft dann nur ein Sieg. Bis dahin müssen sie zudem auf Patzer des Favoriten hoffen.

Sehr wahrscheinlich ist das nicht, daher bremst Arsenal-Coach Arsène Wenger die Euphorie. "Es hat sich nichts verändert. Chelsea ist in einer komfortablen Position. Wir benötigen einen perfekten Lauf bis zum Saisonende, und Chelsea müsste straucheln", meinte der Franzose, dessen Team sich beim Aufsteiger in Burnley schwertat, obwohl Aaron Ramsey (12.) gegen den gut organisierten Außenseiter früh getroffen hatte.

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