Nadal souverän

French Open: Görges in Runde zwei - Berrer scheitert

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Julia Görges kämpfte sich in die zweite Runde der French Open.

Paris - Die deutschen Tennis-Damen Andrea Petkovic und Julia Görges haben den Sprung in Runde zwei der French Open geschafft. Dinah Pfizenmaier schied aus, ebenso Michael Berrer bei den Herren.

Andrea Petkovic und Julia Görges haben den Traumstart der deutschen Tennis-Damen in die French Open perfekt gemacht. Die beiden Fed-Cup-Spielerinnen folgten am Dienstag in Paris Angelique Kerber und Co. in die zweite Runde, in der noch sieben Spielerinnen des Deutschen Tennis Bundes vertreten sind.

Anna-Lena Friedsam erstmals bei Grand Slam in zweiter Runde

Petkovic besiegte beim mit 28,03 Millionen Euro dotierten Event im Bois de Boulogne die Amerikanerin Shelby Rogers leicht und locker mit 6:2, 6:1. Görges rang Rogers' Landsfrau Coco Vandeweghe mit 6:2, 5:7, 6:1 nieder. „Ich finde, man kann sich über das deutsche Damen-Tennis nicht beschweren“, kommentierte Görges die starke Zwischenbilanz, zu der auch Anna-Lena Friedsam beitrug. Die 21-Jährige gewann gegen Alexa Glatch aus den USA mit 6:2, 4:6, 6:4 und steht erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier in der zweiten Runde. Dort wartet nun die amerikanische Weltranglisten-Erste Serena Williams.

Petkovic lachte gelöst, als sie gegen die 22 Jahre alte Amerikanerin nach gerade einmal 63 Minuten ihren ersten Matchball verwandelt hatte. Der deutschen Nummer eins war die Erleichterung über den gelungenen Start ins zweite Grand-Slam-Turnier der Saison deutlich anzumerken. Schließlich war bis zum Wochenende noch unsicher, ob die Vorjahres-Halbfinalistin überhaupt würde antreten können.

Andrea Petkovic: "Ich war sehr nervös"

Doch von der Oberschenkelzerrung, die sie zuletzt in Nürnberg in der ersten Runde zur Aufgabe gezwungen hatte, war in der Stierkampf-Arena im Stade Roland Garros nichts mehr zu sehen. „Ich war sehr nervös, weil ich nicht wusste, wie mein Bein reagiert“, sagte Petkovic. „Am Anfang habe ich mich bewegt wie auf Eiern.“

Petkovic startete aber gut und nahm ihrer Gegnerin sofort das Service ab. Auch vom schnellen Re-Break ließ sie sich nicht beirren. Nach 38 Minuten sicherte sie sich den ersten Satz, der zweite Abschnitt wurde dann zu einem Selbstläufer. „Ich bin sehr glücklich und hoffe, dass es von Tag zu Tag weiter besser wird.“ In den vergangenen Tagen hatte die 27-Jährige entgegen ihrer Gewohnheit sehr wenig gemacht. „Ich habe mich wie ein Pferd in der Box gefühlt, das einfach raus will“, beschrieb die Nummer zehn der Welt ihre Gefühlswelt.

Görges hatte sich zuvor auf dem Weg in die zweite Runde auch von einer ständig laufenden Nase nicht aufhalten lassen. „Irgendetwas ist hier in den Bäumen, aber das bin ich schon gewohnt“, sagte die häufig von Allergien geplagte Fed-Cup-Spielerin nach ihrem Weiterkommen. Gegen die Nummer 33 der Welt durchlebte Görges vor vielen deutschen Fans auf Court 5 einige Höhen und Tiefen, verwandelte nach 2:05 Stunden aber doch ihren zweiten Matchball.

„Ich bin definitiv zufrieden mit meiner Leistung“, sagte die 26-Jährige. „Vor einer Woche hätte ich nicht gedacht, dass ich heute hier sitze“, meinte Görges, die sich im Verlauf der Sandplatz-Saison bislang sehr schwergetan hatte. Görges bekommt es nun mit der ehemaligen Weltranglisten-Ersten Caroline Wozniacki zu tun. „Das wird eine harte Nuss. Aber ich weiß, dass ich sie schlagen kann.“

Pfizenmaier schafft es nicht in nächste Runde der French Open

Ausgeschieden ist dagegen Dinah Pfizenmaier. Die Qualifikantin aus Kamen verlor gegen die an Nummer 32 gesetzte Kasachin Zarina Diyas klar mit 4:6, 1:6. Vor Pfizenmaier waren bereits Tatjana Maria und Mona Barthel gescheitert.

Bei den Herren schied Michael Berrer als vierter von sechs gestarteten Deutschen aus. Der Qualifikant aus Stuttgart verlor gegen den Franzosen Jeremy Chardy mit 6:4, 3:6, 4:6, 4:6. Damit stehen nur Philipp Kohlschreiber und Benjamin Becker in der zweiten Runde, in der sie an diesem Mittwoch auf die rote Asche müssen. Auch Kerber und Sabine Lisicki sind dann wieder gefordert.

Für Rafael Nadal begann die schwere Mission Titelverteidigung derweil mit einem klaren 6:3, 6:3, 6:4 gegen den Franzosen Quentin Halys. Topfavorit Novak Djokovic hatte etwas mehr Mühe, bezwang den Finnen Jarkko Nieminen aber mit 6:2, 7:5, 6:2.

dpa

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