Russischer Angriffskrieg

Biathlon: Ukrainer Pidruchnyi im Kriegsdienst, Nachwuchsathlet stirbt im Krieg

Biathlon: Dymtro Pidruchnyi meldete sich aus dem Kriegseinsatz.
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Biathlon: Dymtro Pidruchnyi meldete sich aus dem Kriegseinsatz.

Auch am Biathlon geht der russische Angriffskrieg auf die Ukraine nicht vorbei. Der ukrainische Ex-Weltmeister Dmytro Pidruchnyi hat mit einem emotionalen Post mitgeteilt, dass er in den Kriegsdienst geht. Der ukrainische Verband meldete zudem den Tod des Nachwuchsathleten Yevhen Malyshev.

Ternopil/Kharkiv - Der Krieg in der Ukraine hat dramatische Folgen für das ukrainische Biathlon. Wie der nationale Verband meldete, ist Nachwuchsathlet Yevhen Malyshev im Krieg gefallen. Weltcup-Starter Dmytro Pidruchnyi meldete sich aus seinem Kriegseinsatz.

„Der Verband meldet den tragischen Tod eines Mitglieds der Junioren-Nationalmannschaft, Yevhen Malyshev. Wir sprechen seiner Familie, seinen Freunden und Angehörigen unser tiefstes Beileid aus“, teilte der ukrainische Verband mit.

Biathlon: IBU drückt Beileid aus, Pidruchnyi zieht in den Krieg

Der Biathlon-Weltverband reagierte bestürzt auf die Meldungen aus der Ukraine und verurteilte den russischen Angriffskrieg scharf. „Wir drücken unser tief empfundenes Beileid zum Verlust des ehemaligen ukrainischen Biathleten Yevhen Malyshev aus, der diese Woche im ukrainischen Militärdienst gestorben ist“, teilte der Verband via Twitter mit.

Biathlon: Pidruchnyi mit einem dramatischen Appell

Weltcup-Athlet Dmitry Pidruchnyi meldete sich zum Kriegsdienst und sendete eine emotionale Botschaft via Instgram ab.

„Ich bin allen dankbar, die mir schreiben und sich Sorgen um meine Familie machen, und denen, die die Ukraine unterstützen und helfen“, schrieb der 30-Jährige beim Internetdienst Instagram. Dazu zeigte er sich auf einem Foto in Militär-Uniform mit Helm: „Ich bin derzeit in meiner Heimatstadt Ternopil und diene in der Nationalgarde der Ukraine. Dieses Foto wurde während des Luftalarms aufgenommen.“

Noch vor zwei Wochen startete der beste Skijäger seines Landes bei den Olympischen Winterspielen in Peking. Nach der Invasion Russlands in die Ukraine gab sein Verband bekannt, dass kein Ukrainer bei den verbleibenden drei Weltcup-Stationen antreten wird. Laut Medienberichten kämpfen auch andere Biathleten an der Front, darunter in Julia Dschima die beste Frau, die 2014 in Sotschi noch Olympia-Gold mit der Staffel der Ukraine geholt hatte.

Biathlon-Szene reagiert bestürzt auf die Entwicklungen.

„Bleib stark“, antwortete Benedikt Doll auf Pidruchnyis Post in dem sozialen Netzwerk. „Wir alle sind mit dir“, antwortete der Italiener Thomas Bormolini. Die norwegische Olympiasiegerin Tiril Eckhoff schrieb: „Pass auf dich auf und bleib stark.“ Dazu hinterließen viele sportliche Rivalen Herzen in den ukrainischen Nationalfarben gelb und blau.

Pidruchnyi ist in dieser Saison als 34. im Gesamtweltcup der stärkste Ukrainer. Vor drei Jahren hatte er in Schweden den WM-Titel in der Verfolgung gewonnen.

Quelle: chiemgau24.de

*chiemgau24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

dpa/truf

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