Ungeliebte Leuchten

Zweite Chance für Unterburger Laternen

Der Verbindungsweg zwischen WMTV und dem Walder Marktplatz ist zurzeit nicht beleuchtet und befindet sich teilweise in einem ungepflegten Zustand. Das soll sich im Zuge des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts ändern. Foto: Christian Beier
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Der Verbindungsweg zwischen WMTV und dem Walder Marktplatz ist zurzeit nicht beleuchtet und befindet sich teilweise in einem ungepflegten Zustand. Das soll sich im Zuge des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts ändern.

Die inzwischen abgebauten Lampen könnten nach Wald kommen, um dort einen Verbindungsweg zu beleuchten.

Von Kristin Dowe

Solingen. In Unterburg fand das moderne Design der nunmehr abzubauenden Laternen an der Eschbachstraße bei den Burgern größtenteils keinen Zuspruch – nun könnten die ungeliebten Leuchten in Wald eine zweite Chance bekommen: So regt der Förderverein Jahnkampfbahn an, einige der Laternen zur Beleuchtung der Zwergstraße zu verwenden. Dabei handelt es sich um einen häufig verschmutzten Rad- und Fußweg nördlich der Jahnkampfbahn, der eine Verbindung zwischen WMTV und dem Walder Marktplatz darstellt. Die CDU-Bezirksfraktion hatte das Ziel, den Zugang zur Jahnkampfbahn im Rahmen des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts (ISEK) zu verbessern, kürzlich in der Walder Bezirksvertretung auf die Tagesordnung gebracht.

„Der Weg ist für viele Solinger ein Angstraum. Dabei wird er gleichzeitig auch von Schülern der Fals als Schulweg genutzt“, sagt Guido Rohn, Vorsitzender des Fördervereins Jahnkampfbahn. „Uns ist er schon lange ein Dorn im Auge, weil der Weg ungepflegt und unbeleuchtet ist. Wir versuchen jetzt seit mehr als zehn Jahren, Licht dorthin zu bekommen und haben dazu schon mehrere Anträge bei der Stadt gestellt.“

Wege sollen im Rahmen von ISEK aufgewertet werden

Die 14 ausrangierten Laternen aus Unterburg könnten laut Rohn da Abhilfe schaffen. Mit einem Augenzwinkern hält er fest: „Was für Burg nicht gut genug ist, nehmen wir in Wald gerne!“ Derweil würde ISEK auch die Möglichkeit bieten, den jetzigen Schotterweg mit Landesmitteln mit einem neuen Belag auszustatten und ihn so insgesamt aufzuwerten. Die Verbesserung von Wegebeziehungen innerhalb des Stadtteils sind ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts. Einen weiteren kleinen Fluchtweg gibt es hinter der überdachten Tribüne des Stadions, der nach den Vorstellungen des Vereins ebenfalls mit zwei bis drei Laternen beleuchtet werden könnte.

Die Bezirksvertreter stehen dem Ansinnen wohlwollend gegenüber, nun sollen die Technischen Betriebe prüfen, ob die Laternen für diesen Zweck geeignet sind. Dass die Walder diese wie in Unterburg aus ästhetischen Gründen ablehnen könnten, befürchtet Guido Rohn nicht: „Wir haben ja auch ähnliche Straßenlaternen an der Walder Kirche.“

Eine erste Einschätzung dazu gab Horst Schulten, Leiter des Stadtdienstes Sport und Freizeit, in der Bezirksvertretung: Ob die Laternen für die Beleuchtung des Weges prinzipiell geeignet sind, müssten die TBS beurteilen, eine Einschränkung müsse man allerdings schon jetzt machen: „Einen Sportplatz kann man damit nicht beleuchten. Dafür reicht die Strahlkraft einfach nicht aus.“ CDU-Bezirksvertreter Martin Röhrig hatte angeregt, auch ein bis zwei Leuchten für den Bolzplatz an der Menzelstraße zu verwenden. „Da käme höchstens eine Rahmenbeleuchtung infrage, für den Sportbetrieb selbst können die Laternen nicht eingesetzt werden“, befand Schulten.

Zwergstraße

Die Zwergstraße wird vom Bezirksdienst der Polizei bestreift. 2019 lag für den Bereich nur eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vor. „Angsträume haben oft mit subjektivem Empfinden zu tun, etwa wenn ein Ort schlecht beleuchtet ist“, sagt Polizeisprecher Stefan Weitkämper.

Unterburg erhält nächstes Jahr neue Straßenlampen. Die umstrittenen modernen Leuchten werden abmontiert, das kostet 35.000 Euro.

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