Ehrenamt

Zuwanderer- und Integrationsrat wirbt um engagierte Bürger

Der jetzige Vorsitzende Hassan Firouzkhah kandidiert erneut für den Solinger Zuwanderer- und Integrationsrats. Foto: Tim Oelbermann
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Der jetzige Vorsitzende Hassan Firouzkhah kandidiert erneut für den Solinger Zuwanderer- und Integrationsrats.

Hassan Firouzkhah kandidiert erneut.

Von Timo Lemmer

Solingen. Für Hassan Firouzkhah ist die Sache eindeutig: Er wird erneut kandidieren. Der aus dem Iran stammende Solinger ist Vorsitzender des Zuwanderer- und Integrationsrats (Zuwi). Eine ehrenamtliche Arbeit, die ihn erfüllt. „Wir haben vieles erreicht“, blickt er auf die bald abgelaufene Legislaturperiode zurück und nennt dabei Begegnungen, Feste wie „Leben braucht Vielfalt“ und mehr. „In den letzten fünf Jahren hatten wir eine wirklich gute Zusammenarbeit mit dem Rat“, sagt Firouzkhah.

Seit 20 Jahren engagiere er sich nun im Zuwi, der zuvor Ausländerbeirat hieß: „Und in jeder Periode konnten wir unsere Kompetenzen stärken.“ Obwohl viele Solinger Migranten den Einfluss weiterhin unterschätzen würden. Daher ist es für Firouzkhah und die Mitstreiter in der Verwaltung ein großes Anliegen, zur kommenden Wahlperiode mehr Migranten, Zuwanderer und Flüchtlinge anzusprechen: Sie hoffen darauf, dass sich möglichst viele für einen Sitz in ihrer politischen Vertretung in der Klingenstadt bewerben.

Denn, wenn am 13. September die Kommunalwahl ansteht, wird auch der neue Zuwi für die kommenden fünf Jahre gewählt. Mit Firouzkhah, der dann erneut in das Gremium gewählt werden möchte, werben Shabnam Arzt, Anne Wehkamp (Integrationsbeauftragte) und Dirk May (Stadtdienstleiter Einwohnerwesen) um neue Bewerber: Sie alle unterstreichen die Wichtigkeit des Gremiums im politischen Raum – und im gesellschaftlichen Verständigungsprozess. Wehkamp: „Der Rat ist die politische Stimme der Zuwanderer. Wichtig ist, dass immer wieder auch neue Ideen und Impulse in das Gremium kommen.“ Arzt möchte insbesondere junge Menschen zur ehrenamtlichen Mitarbeit bewegen: „Gerade für sie ist es eine wunderbare Möglichkeit, sich einzubringen.“

Im September werden 14 Migrantenvertreter gesucht, die gemeinsam mit sieben Ratsmitgliedern den Zuwi bilden. Jährlich kommt die Vertretung sechs Mal zusammen, bespricht, plant und fördert migrationsrelevante Entscheidungen und Projekte. Die Migranten wählen ihre Vertreter selbst. Die Wahlbeteiligung lag zuletzt bei 18 Prozent. Sie soll ebenso gesteigert werden, wenn es nach May geht, wie die Bewerberanzahl für die 14 Vertreterplätze: Vor fünf Jahren waren 150 Bewerbungen eingegangen. Zudem geht er davon aus, dass es etwa 35 000 Wahlberechtigte gibt.

In diesem Jahr müssen die Bewerbungen bis zum 16. Juli eingegangen sein. Vermutlich verlängert sich die Frist Corona-bedingt um elf Tage.

wahlen@solingen.de

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