Beschwerde

Zustand eines Fußwegs wird nicht verbessert

Eher behelfsmäßig wirkt auf einigen Metern ein Fuß- und Radweg an der Klingenstraße. Die Stadt versichert, sie habe den Zustand im Blick. Foto: Christian Beier
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Eher behelfsmäßig wirkt auf einigen Metern ein Fuß- und Radweg an der Klingenstraße. Die Stadt versichert, sie habe den Zustand im Blick.

Die Verbindung zwischen Gleisdreieck und Klingenstraße ist teilweise rutschig.

Von Philipp Müller

Solingen. Der Rad- und Fußweg zwischen der Klingenstraße kurz hinter der Bahnunterführung Richtung Gleisdreieck, Korkenziehertrasse und Gymnasium Schwertstraße ist eher nur Ortskundigen bekannt. Einer von ihnen wandte sich ans ST und beklagte den Belag des Weges. Besonders bei Feuchtigkeit sei es dort gefährlich, weil es sehr rutschig sei.

Das sieht die Stadt Solingen auf Tageblatt-Nachfrage allerdings anders. Auch bei der Stadt sei kürzlich eine direkte Bürgerbeschwerde zum Zustand des Weges eingegangen, berichtet Stadtsprecherin Sabine Rische. „Unsere Förster vom Stadtdienst Natur und Umwelt, Wald und Landschaft waren daraufhin vor Ort“, ergänzt sie. Danach sei dem Beschwerdeführer mitgeteilt worden, der Weg befinde sich in einem „normalen“ Zustand.

Was ist dort aber „normal“? Die Verbindung für Fußgänger entlang der Bahntrasse zwischen der Klingenstraße und dem Gewerbegebiet ist zum großen Teil asphaltiert. Der Weg gilt auch als Verbindung für Radfahrer zur Korkenziehertrasse. Doch im Bereich der Klingestraße auf den letzten rund 15 bis 20 Metern wirkt das alles improvisiert. Der Belag ist eine Mischung aus Erdboden, Bruchstücken von Ziegelsteinen und kleinen Pflastersteinen. Von denen liegen am Rand noch eine Menge aufgestapelt. Es wirkt alles so, als sei man irgendwie an dieser Stelle nicht fertig geworden.

Schwalben nutzen das Erdmaterial für den Nestbau

Doch dieser Schein trügt nach Angaben des Rathauses. Der Weg weise tatsächlich zurzeit zwei verschiedene Beläge auf, zum Teil „erdgebunden“, zum Teil mit asphaltierter Oberfläche, heißt es. „Ein Radweg mit asphaltierter Oberfläche ist nachvollziehbar komfortabler“, räumt die Stadtsprecherin ein. Dennoch gelte auch: Es führten in Solingen Radwegeverbindungen nicht selten auch durch den Wald oder den Außenbereich. „Aus Gründen des Natur- und Artenschutzes werden hier erdgebundene Wege favorisiert. Zum Beispiel nutzen Schwalben das Erdmaterial zum Nestbau.“

Ob nun die kleinen Pflastersteine weiter herumliegen oder gar für Insekten genutzt würden, werde sich noch entscheiden, klärt das Rathaus auf. Es müssten systematisch verschiedene Aspekte abgewogen werden. Dabei solle ein Hauptradwegenetz identifiziert werden, für das Wegequalitäten in Bezug auf Belag und Unterhaltung festgelegt werden. In diesem Zusammenhang werde sicher auch diese Wegeverbindung noch einmal ergebnisoffen betrachtet, versichert Sabine Rische.

Am Gleisdreieck – zwischen der Korkenziehertrasse und der Schwertstraße – haben sechs Teilnehmer zusammen mit dem Solinger Künstler Sebastian Malermann ein Gebäude der Wirtschaftsförderung gestaltet. Die Aktion gehört zum Wandbild-Projekt „Vision – Gegenwart – Zukunft“.

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