Konzert

Zuhörer singen gerne mit Marc Marshall Weihnachtslieder

Bariton mit breitem Spektrum: Marc Marshall bot einen Mix, der gut ankam.
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Bariton mit breitem Spektrum: Marc Marshall bot einen Mix, der gut ankam.

Konzert in der Stadtkirche am Fronhof.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Den begeisterten Schlussapplaus verwandelte Marc Marshall gerne in eine Zugabe: Schließlich hatte er sein knapp hundertköpfiges Publikum in der Stadtkirche im Laufe des Abends den Refrain dazu immer wieder üben lassen. So wurde der neue, gemeinsam gesungene Song „Öffne Dein Herz“ zum Finale und setzte damit einen berührenden Punkt hinter anderthalb Stunden Konzert. Gemeinsam mit dem begleitenden Pianisten René Kroemer präsentierte der Bariton und Entertainer Marc Marshall einen ausgewogenen Mix aus Besinnlichkeit und Unterhaltung, der beim Publikum glänzend ankam.

Eine recht lange Kette klassischer Weihnachtslieder hatte den Eisbrecher gemacht. „Es kommt ein Schiff geladen“ auf den Lippen, zogen die beiden Protagonisten durch den Mittelgang nach vorne bis zum Altarraum, wo Klavier und Pult für das weitere Geschehen bereitstanden. Nicht nur Lieder hatte der stimmstarke Sänger mit dem warmen und vollen Bariton im Gepäck, mit denen er ein breites stilistisches Spektrum abdeckte. Auch Gedichte hatte er für sein Publikum mitgebracht, die er zwischendurch rezitierte – und dazu viele Gedanken, die, locker moderiert, griffige Verbindungen zwischen den Stücken herstellten.

Vom Lennon-Song bis zumklassischen Weihnachtslied

„Liebe, Freundschaft und Respekt“ schrieb er sozusagen unsichtbar als Überschrift über den vorweihnachtlichen Musikabend, den er sorgfältig inszenierte und bei dem er dennoch Raum für Spontanitäten ließ, zum Beispiel für Flachsereien mit seinem Pianisten oder beim Kontakt mit den Zuhörern.

Leises wie die selbst geschriebenen Erinnerungen in „Als ich ein Kind war“, Jazziges wie „Du hast’n Freund in mir“ aus dem Animationsfilm „Toy Story“ oder Swingendes wie „Santa Claus is coming“ machten ihm selbst offensichtlich genauso viel Freude wie den Zuhörern. Jedes Stück wurde mit Spontanbeifall belohnt, der von Mal zu Mal inniger und begeisterter wurde.

Internationale Weihnachtslieder wie „Feliz navidad“ oder „Petit Papa Noël“ ließ Marshall dezent, aber nachdrücklich klanglich glitzern. Auch das zarte „Ave Maria“ reihte sich hier ein. Viel Eindruck hinterließ die gesungene Geschichte von Carusos letzter Liebe, die Zuhörerin für dessen Erinnerungen war. Gut dosiert setzte Marshall hier seine voluminöse Stimme ein, die sanfte Weisen genauso beherrscht wie üppiges Crescendo. So auch im Lennon-Song „Imagine“, den er mit betonter Langsamkeit aufbaute und am Schluss temperamentvoll und geradezu überschäumend abschloss.

Gegen Ende gab es dann ein-mal mehr klassische Weihnachtslieder, wie zum Beispiel „Stille Nacht“, „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ oder „Süßer die Glocken nie klingen“ und immer wieder folgte das Publikum seiner Aufforderung, mitzusingen.

Das endgültige Finale, inklusive des Auszugs bis zum Autogrammtisch im hinteren Teil der Kirche, war dann, ebenfalls gemeinsam gesungen, „O Du fröhliche“.

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