Comedy-Veranstaltung

Zuhörer haben bei Nightwash im Walder Stadtsaal ihren Spaß

Das ST präsentiert die Reihe Nightwash XXL im Walder Stadtsaal, Bora moderierte.
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Das ST präsentiert die Reihe Nightwash XXL im Walder Stadtsaal, Bora moderierte.

Vor gut besuchtem Haus präsentierte Gastgeber Peter Enke vier Comedians.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Schwergewichtig, mit viel Schalk im Nacken und offensichtlich Bock auf den Abend, eröffnete Bora am Mittwochabend den Nightwash-XXL-Comedian-Reigen. Als Moderator des Abends machte er erfolgreich den Eisbrecher für die Comedy-Show, die nach mehreren Ortswechseln nun im Walder Stadtsaal zu sehen ist.

Zu Beginn kam die Antwort aus dem rund 300-köpfigen Publikum auf die Frage: „Solingen, geht’s Euch gut?“ zwar noch etwas schleppend. Nach mehreren Trainingseinheiten aber kam das gewünschte, laut gebrüllte „Jaaaa!“ und wurde von Bora als atmosphärische Basis für alles Weitere breit grinsend akzeptiert.

In gewohnter Manier reihte er Gag an Gag – „Ich heiße Bora, so wie Schrauba“– suchte vom ersten Moment an den Kontakt zum Publikum – „Mit wem bist Du hier, mit so ’ner lustigen Firmentruppe? Ist Dein Chef auch dabei?“ – und geizte nicht mit Selbstironie über seine eigene Körperfülle. Erste Schenkelklopf-Lacher etwa erntete er mit der Beschreibung seiner Versuche, zu Lockdown-Zeiten zu Hause Sport zu machen. „Bei den Liegestützen auf dem Ellenbogen ist mir mein Bauch im Weg, ich sehe ja aus wie ein gebasteltes Kastanienmännchen, oben fett, unten dünne Zahnstocherbeine.“

Mit Thomas Schwieger, Fee Badenius und Lennart Rosar hatte Bora drei weitere Gäste an seiner Seite, die den von ihm gespielten Stimmungsball mühelos hochhalten konnten.

Thomas Schwieger, bekennender und selbst ernannter „Fast-Mensch“, dem nämlich alles im Leben nur „fast“ gelingt, punktete mit trockenem und dafür umso überzeugenderem Humor. Die Hände lässig in der Hosentasche, erzählte er zum Beispiel davon, dass er in seinem Leben nur „fast“ nach Hamburg gekommen. „Nämlich nach Buxtehude“ oder dass er „fast“ eine Familie gegründet habe – seine Frau lebe jetzt mit dem Trennungsgrund und dem gemeinsamen Sohn zusammen und er allein.

Fee Badenius bekam viel Applaus für ihre schräge musikalische Poesie, die sie mit viel Charme in den Saal hineintrug. Ihre Songs etwa über Figuroptimierung oder Vegetarismus, der ihrer „Fleisch-Esslust“ zuwider laufe, kamen gut an.

Lennard Rosar schließlich steuerte im Walder Stadtsaal seine Sicht auf die unnützen Dinge bei, die via Marketing gepusht werden. „Wer braucht zum Beispiel duftendes Toilettenpapier, das erfüllt seinen Zweck auch nicht besser als anderes.“

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