Gräfrather Orgelsommer

Zuhörer genießen die Klänge Alter Musik

In der Klosterkirche gab es eine musikalische Reise in die Verangenheit. Foto: Andreas Horn
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In der Klosterkirche gab es eine musikalische Reise in die Vergangenheit.

Am Ende gab es trotz des von Corona diktierten engen Zeitfensters eine Zugabe.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Damit antworteten die Protagonisten der vierten Ausgabe des Orgelsommers auf den herzlichen wie begeisterten Applaus des Publikums in der Gräfrather Klosterkirche. Das Quartett Il giardinetti del paradiso (auf Deutsch Paradiesgärtchen) zeigte, dass der Name Programm ist: Den Klängen der virtuosen Musiker zu lauschen und sich von ihnen in die musikalische Welt des Frühbarock beziehungsweise der Renaissance mitnehmen zu lassen, war eine kleine Anleihe an paradiesische Freuden.

Es werde niemand die Orgel vermissen, hatte Kamil Gizenski, Organisator der Konzertreihe in seinen Begrüßungsworten prophezeit. Seit einigen Jahren schon schummelt sich ein Konzert mit einer Alternative zur „Königin der Instrumente“ in den Orgelsommer. „Diesmal freuen wir uns auf den besonderen Klang Alter Musik“, so Gizenski. Werke von Biber, Byrd und Anonymus hatten Karin Leister, (Barockvioline), Gudrun Fuss (Viola da gamba), Zorro Zin (Theorbe – eine Lautenart) und Kaungae Lee (Cembalo) unter dem Titel „Danses and Maskerades“ zusammengefasst. Daraus folgte ein breiter Klangbilderbogen, der den Zuhörern wirbelnde Hexen, tanzende Teufel, rufende Kuckucke oder singende Nachtigallen vor das innere Auge brachte.

Mal schnell, mal langsamer, mal sehnsüchtig und tiefgründig, dann wieder strahlend oder rennend wechselten sich die Klangfarben und Tempi ab und ließen nicht einen Augenblick Langeweile aufkommen. Der perfekte Zusammenklang der historischen Instrumente und die liebevolle Hingabe der Künstler an die gespielte Musik – möglicherweise noch mehr als sonst, weil es für das Ensemble der erste Auftritt seit dem Beginn der Pandemie war – faszinierte, machte Freude und rührte an. Ihre historischen Kostüme als i- Tüpfchen rundeten den Eindruck ab.

Termine: Der Orgelsommer umfasst noch drei weitere Termine: am 1., 8. und 15. August, jeweils um 16.30 und 18 Uhr. Nächste Woche werden Susanne Imhof (Violine) und Ralf Eumann (Orgel) Werke von Bach, Mendelsohn, Rheinberger und anderen spielen. Eine Anmeldung ist erforderlich über das Pastoralbüro, Tel. 22 14 80 oder die Cocuun- App.

https://t1p.de/t0mb

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