Zuhörer feiern Trio mit Bravorufen und Applaus im Stehen

Werner-Trenkner-Gesellschaft bot einen mitreißenden Auftakt der Meisterkonzerte

Von Wolfgang Günther

Es war das erste Konzert der Trenkner-Gesellschaft im noch jungen Jahr – und was sich den Zuhörern im kleinen Konzertsaal des Theater und Konzerthauses bot, fiel deutlich aus dem Rahmen der Meisterkonzerte. „Wir bringen heute zum neuen Jahr etwas leichtere Musik zu Gehör, die Dinge in unserer Gesellschaft sind ja augenblicklich schwer genug“, sagte der Vorsitzende Harald Rummler am Dienstagabend zur Begrüßung, und bat das Klaviertrio Rhapsodie Three auf das Podium. Das Trio besteht aus der Geigerin Rebekka Hartmann, der Pianistin Margarita Oganesjan, die auch viele Arrangements für das Trio schreibt, und Markus Maier, Bariton-Saxofon.

„Wir bringen leichtere Musik zu Gehör, die Dinge. . .  sind ja augenblicklich schwer genug“.

Harald Rummler, Vorsitzender der Werner-Trenkner-Gesellschaft

Schon der Auftakt mit der raffiniert arrangierten „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin sorgte für einen Jubelsturm in dem voll besetzten Saal. Im Zusammenspiel mit Klavier, Geige und Saxofon hatte man den Evergreen der Konzertsäle wohl noch nie gehört. Die virtuose Interpretation der drei Solisten setzte sich fort in einem fetzigen „Ragtime“ aus der Feder von Scott Joplin und wieder arrangiert von der Pianistin.

Mit dem zweiten Satz aus einer Sonate von Francis Poulenc kehrten Geigerin und Pianistin zur klassischen Kammermusik zurück, um gleich darauf mit Musik von Isaac Albeniz den Tango zu präsentieren. Fritz Kreisler war ein weltbekannter Geiger und komponierte dazu leichte, romantische Musik. Aber auch als Arrangeur war Kreisler erfolgreich, jedenfalls räumte er in seinem Tango-Arrangement der Geige viel Gelegenheit für virtuose Passagen ein, die Rebekka Hartmann mit filigranen und gleich darauf robusten Geigentönen auch meisterhaft beherrschte.

Musik des zeitgenössischen Komponisten Gustavo Beytelmann wurde allein von Klavier und Saxofon interpretiert.

Das Publikum war hingerissen von der Virtuosität des Trios, dankte mit lauten Bravorufen, und applaudierte im Stehen.

Man kann verstehen, warum das Klaviertrio Rhapsodie Three bereits dreimal mit dem Ehrenpreis Echo-Klassik, ausgezeichnet wurde. Die Solisten dankten für die Ovationen mit einer Zugabe. Noch einmal erklang diese einzigartige, musikalische Abmischung zwischen Klavier, Geige und Saxofon bei der Wiedergabe des „Csárdás“, einer weltbekannten Komposition von Vittorio Monti. Auch das ein Virtuosenstück wie es im Buche steht.

Termin: Das nächste Konzert der Werner-Trenkner-Gesellschaft findet am 23. Februar um 19.30 Uhr im Kleinen Konzertsaal des Theater- und Konzerthauses statt. Das Klavierduo Nadia Makhari und Denys Proshayev spielt Klaviermusik zu vier Händen. Der Eintritt kostet 15 beziehungsweise ermäßigt 7 Euro plus Gebühr. Schüler bis 18 Jahre, Inhaber des Solingen-Pass und Mitglieder der Werner Trenkner-Gesellschaft haben freien Eintritt. Es gilt 2G plus.

www.termine.solinger-tageblatt.de

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Unbekannte Frauenleiche war Solingerin - Mordkommission übernimmt Ermittlungen
Unbekannte Frauenleiche war Solingerin - Mordkommission übernimmt Ermittlungen
Unbekannte Frauenleiche war Solingerin - Mordkommission übernimmt Ermittlungen
Handwerk kämpft mit Materialmangel
Handwerk kämpft mit Materialmangel
Handwerk kämpft mit Materialmangel
Solinger soll Frau mit heißem Wasser verbrüht haben
Solinger soll Frau mit heißem Wasser verbrüht haben
Solinger soll Frau mit heißem Wasser verbrüht haben
Zusammenstoß zwischen Auto und Krad: Ein Leichtverletzter
Zusammenstoß zwischen Auto und Krad: Ein Leichtverletzter
Zusammenstoß zwischen Auto und Krad: Ein Leichtverletzter

Kommentare