Konzert

Zuhörer erliegen dem Charme der drei Tenöre

Die gute Laune der Tenöre war ansteckend.
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Die gute Laune der Tenöre war ansteckend.

Gelungenes Konzert in der Stadtkirche am Fronhof.

Von Tanja Alandt

Solingen. Viel Gänsehaut, „Amore“ und „Passione“ gab es bei der himmlischen Nacht der Tenöre am Montagabend. In der evangelischen Stadtkirche Fronhof schmolzen mehr als 80 Gäste – vor allem bei den Canzonen Italiens – auf ihren Stühlen dahin und genossen die Arien und Barkarolen. Die Tour-Leiterin Zoya Balkandzhieva freute sich, dass sie nach der langen Coronapause endlich wieder auf Tour gingen und auch traditionell in Solingen wieder auftreten konnten. Sie moderierte durch den Abend und brachte dem Publikum die einzelnen Werke näher.

Das etwa zweistündige Programm startete instrumental mit der Arie von Johann Sebastian Bach, was bereits für viel Beifall sorgte. Anschließend traten die drei Tenöre – ebenfalls unter Applaus – auf die Bühne. Georgios Filadelfefs, Aleksandar Krunev und Yuri Nikolov gaben zur Freude des Publikums Verdis „Questa o quella“ zum Besten. Von Georgios Filadelfefs folgte die Arie „Amor ti vieta“ aus der Oper Fedora. Er überließ anschließend Yuri Nikolov die Bühne mit „Dein ist mein ganzes Herz“, dem Tauberlied, wie Balkandzhieva es vorstellte. Von Aleksandar Krunev folgte – ebenfalls begleitet von dem Streichensemble – „Mattinata“. Das Kammerorchester bestehend aus der Cellistin Teodora Teneva, Krasimi Shterev (Violine) und Valentina Vassileva-Filadelfefs (Klavier) spielten außerdem die Stücke Albinoni, Thais oder Csardas Monti. Dazwischen sangen die Tenöre entweder einzeln, im Duett wie bei Verdis „Dio che nellàlma infondere“ oder alle drei gemeinsam – beispielsweise das beliebte Ave Maria. Mit „Amapola“ steckten sie das Publikum mit ihrer bulgarischen Lebensfreude immer mehr an und gingen teilweise singend durch die Reihen.

Das Publikum forderte Zugaben ein

Aus allen Ecken Bulgariens kommen sie, erzählte Balkandzhieva. Auch Filadelfefs, der zwar in Griechenland geboren ist, lebt nun mit seiner Familie in Bulgarien. Bei Santa Lucia sang sogar das Publikum mit und forderte nach „La donna e mobile“ Zugaben ein. Mit „O sole mio“ wurden sie seitens der Tenöre belohnt und jubelten.

Zuhörer Dirk Clauberg wurde von Krunev angesungen. Bei „Mamma“, dass alle drei Tenöre gemeinsam sangen, ging Krunev vor ihm in die Hocke, bedankte sich für dessen Besuch und sang aus nächster Nähe. Als Weihnachtsgeschenk hatte Clauberg das Konzert von seiner Frau Beate bekommen und war ebenso begeistert wie sie. „Bemerkenswerte Stimmen“, lobte er. „Umwerfend schön!“, schwärmte sie. Der Zuhörerin Karin Stock gefielen vor allem die beiden Rigoletto-Arien. Sie beschrieb das Konzert als „traumhaft schön, fantastisch und wunderwunderschön“. Nächstes Jahr möchten sie wiederkommen.

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