Konzert

Zuhörer erleben einen spannenden Mix aus Barock und Romantik

Michael Schruff, Andrea Wingen und Kamil Gizenski (v. l.) organisieren den Gräfrahter Orgelsommer.
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Michael Schruff, Andrea Wingen und Kamil Gizenski (v. l.) organisieren den Gräfrahter Orgelsommer.

Gräfrather Orgelsommer mit dem Kölner Organisten Christoph Kuhlmann.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Orgelfreunde kamen am Sonntagnachmittag in der Gräfrather Klosterkirche vollends auf ihre Kosten: Die dritte Ausgabe des diesjährigen Gräfrather Orgelsommers war zugleich das erste Solo-Konzert, der „Königin der Instrumente“ wie die Orgel oft tituliert wird. Christoph Kuhlmann, namhafter Kirchenmusiker und Regionalkantor für Köln, hatte dafür einen spannenden Epochen-Mix vorbereitet. Präsentierte er im ersten Teil mit dem „Concerto del Sigr. Tomaso albono appriato all’Organo“ von Johann Gottfried Walther und Johann Sebastian Bachs Partita „Sei gegrüßet, Jesu gütig“ barocke Klänge, so wurde es im zweiten Teil romantisch. Liszts „Consolations I und II“ sowie zwölf Variationen über das Stück „Heil Dir im Siegeskranz“ beziehungsweise „God save the King“ von Johann Christian Heinrich Rinck ließen die spätnachmittägliche Musik-Stunde im Kirchenschiff eindrucksvoll werden. „Variationen bieten die Möglichkeit, die große Farbskala der Orgel einmal so richtig auszuschöpfen und vorzustellen“, erklärte Organist Kamil Gizenski in seinen Begrüßungsworten. Zusammen mit André Wingen und Michael Schruff bildet er das Organisationstrio der Reihe Orgelsommer, die in diesem Jahr zum 33. Mal stattfindet.

Tatsächlich zeigte Kuhlmann an Manualen und Pedalen, dass eine Orgel weit mehr kann als feierlich klingen: Mal frech, mal blumig, mal mit französischem Akkordeon-Flair, mal dunkel und schwer perlten die Töne aus den Pfeifen heraus und mündeten am Ende in ein furioses Finale, das zugleich das Ende des gesamten Konzertes war.

Auch der Choral von Bach hatte Variationen nach sich gezogen: Elfmal ließ Kuhlmann dessen Hauptthema in einer anderen Farbe aufleuchten. Eine knappe Stunde lang ließ sich das Auditorium durch die Musik verwöhnen und genoss die Klangbauten, die Kuhlmann auf der Orgel virtuos entstehen ließ.

Knapp 80 Zuhörer hatten sich eingefunden, die – größtenteils mit Mund-Nasen-Schutz – in den engen Kirchenbänken spürbar viel Freude an dem Programm hatten und herzlichen Beifall spendeten.

Nächster Termin: 17. Juli,
17 Uhr, Thomas Kladeck mit „Spritzige Töne – Heitere Melodien“

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