Modelleisenbahn

Züge drehen ihre Runden durch Solingen im Miniaturformat

Die verschiedenen Züge und Landschaften ließen auch die kleinsten Besucher Staunen. Foto: Moritz Alex
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Die verschiedenen Züge und Landschaften ließen auch die kleinsten Besucher Staunen.

Die Eisenbahnfreunde luden zu ihren Modellbahntagen ein.

Von Ann-Christin Stosberg

Ratternd steuerte die Lok den vor ihr liegenden Bahnhof an. Dort warteten schon viele Reisende, alle offenbar gut gelaunt und mit einem angedeuteten Lächeln im Gesicht. Denn: Der Zug ist garantiert pünktlich. Gibt es nicht? Doch. Allerdings nicht unbedingt auf den realen Schienen, dafür aber im Maßstab 1:87. Die Eisenbahnfreunde zeigten am Wochenende bei den Modellbahntagen Züge in verschiedenen Größen und fuhren die Bahnhöfe zigmal pünktlich an.

1982 hat sich der Verein gegründet. Kassierer Jörg Köhler ist von Anfang an dabei und hat in den Modellbahnen ein Hobby gefunden, das nicht langweilig werden kann. „Die Eisenbahn darf nie fertig werden, wir bauen ständig um und basteln“, beschrieb er den kreativen Freizeitvertreib.

Auf den Gleisen der Eisenbahnfreunde waren Nachbildungen vieler älterer Züge unterwegs, so auch ein Rheingoldzug aus dem Jahr 1928. Aber auch moderne Züge aus der Gegenwart, wie der Regionalexpress der Deutschen Bahn in Rot und der Thalys-Schnellzug in violett ratterten über die kleinen strombetriebenen und mittlerweile über den Computer digital gesteuerten Schienen.

Die Bahnen passierten viele Solinger Motive, die von den Eisenbahnfreunden mit viel Liebe zum bergischen Detail gebastelt wurden. Schloss Burg ist eines der Highlights, neben der voll besetzten Walder Jahnkampfbahn, dem Peter-Höfer-Platz und dazugehörigem Denkmal und einer kleinen abgewandelten Form der Zwillingswerke.

Regelmäßig veranstalten die Eisenbahnfreunde Fahrtage

Während die Züge aus sämtlichen Eisenbahnepochen stammten, ist die bergische Landschaft im Stil der 50er und 60er Jahre gehalten. Viele grüne Wiesen und dunkle Tannenwälder auf Bergen und Hügeln spiegelten die Solinger Natur wider, in der viele Fachwerkhäuser standen. In den kleinen Stadtteilzentren gab es viele kleine Altbauten zu sehen, die kleine Geschäfte und sogar das Klinikum beherbergten.

Vor mehr als 15 Jahren haben die Eisenbahnfreunde ihre Strecke aufgebaut. Rund 50 Mitglieder umfasst der Verein heute. Wer sich anschließen möchte, muss Interesse für Züge mitbringen. „Die handwerklichen Fähigkeiten lernt man hier“, sagte Jörg Köhler, der das Hobby als nicht ganz preiswert einstufte. „Die einzelnen Teile sind schon teuer. Einstiegspakete liegen bei rund 200 Euro“, sagte er.

Besucher können sich die Bahnen während der Vereinstreffen anschauen. Diese sind montags von 16 bis 19 Uhr und samstags von 11 bis 14 Uhr. Außerdem findet jeden vierten Freitag im Monat ein Fahrtag an der Aufderhöher Straße 106-108 statt.

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