ZiSch

Der Weg zurück in den Kosovo

ZiSch-Reporter erzählt von seiner Familie.

Von Festim Gashi, 10d, Geschwister-Scholl-Schule

Als meine Familie 1998 in den Krieg zwischen Serbien und dem Kosovo verwickelt war, hatte sie vor, zu flüchten, was aber ein großes Problem war. Es war sehr schwer, zu flüchten, weil die serbischen Soldaten die Grenzen sehr stark überwacht haben. Im Jahr 1998 wurden die meisten Albaner mit Lkw nach Serbien geschickt, um sie dann dort unter Kontrolle zu haben und für die Serben arbeiten zu lassen.

Meine Familie wurde auch von serbischen Soldaten gefangen. Aber es gab einen der Soldaten, der meiner Familie zur Flucht verhalf. Kurz bevor Männer, Frauen und Kinder getrennt wurden, meinte er, dass er unsere Familie übernimmt. Er brachte meine Familie in einen Lkw und ließ sie einige Kilometer vor der Grenze zum Kosovo raus, weil an der Grenze noch mal kontrolliert wurde. Meine Familie lief zu Fuß weiter. Es war sehr anstrengend, weil meine Tante damals noch klein war und oft weinte. Mein Opa musste sie tragen, weil sie nicht mehr laufen konnte und Angst hatte.

Nach dem Krieg wurde das Haus wiederaufgebaut

Mein Opa ging oft ganz hinten, um die Familie zu sichern, falls von hinten Angreifer gekommen wären. Wegen dieser Gefahr waren auch viele Familienmitglieder bewaffnet, aber zu essen gab es wenig. Als sie es geschafft haben, über die Grenze zu kommen, haben sie sich einen Platz gesucht, um sich auszuruhen.

Meine Familie machte sich auf den Heimweg, musste aber aufpassen, weil die Serben im Grenzgebiet häufig kontrollierten. Als die Familie zu Hause ankam, fand sie ihr Haus zerstört. Meinem Opa fiel ein, dass sie noch ein anderes Haus hatten, das in einem sichereren Dorf stand. Als der Krieg 1999 zu Ende war, kam noch ein Onkel in den Kosovo und half meiner Familie, das Haus wiederaufzubauen. Das Leben nach dem Krieg war anfangs sehr anstrengend, aber die Familie hat sich alles erarbeitet, um wieder wie früher zu leben.

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