Zeitung in der Schule

Abholzung schreitet voran

Amazonas ist akut bedroht.

Von Carina Wöller, 10 c/d EK, Geschwister-Scholl-Schule

Trotz Coronakrise wird der Amazonas immer kleiner und das in einem Tempo wie nie zuvor. Denn laut Imazon, einer gemeinnützigen Organisation in Brasilien, die sich dem Schutz des Amazonas widmet, wurden von August 2020 bis Juli 2021 10 476 Quadratkilometer abgeholzt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 57% mehr zerstört. Dies entspricht der Größe von Hawaii. Damit schreitet die Verwüstung schneller als in den letzten zehn Jahren voran.

Vielen ist die Wichtigkeit des Amazonas nicht bewusst. Er speichert 80 bis 120 Milliarden Tonnen Kohlenstoff, dazu gilt er als einer der globalen Klima-Kipp-Punkte und ist das Zuhause von knapp 40 000 Pflanzenarten, 427 Säugetierarten, 1294 Vogelarten und 3000 verschiedenen Fischarten. Einer der wichtigen Punkte ist, dass laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Viertel aller Arzneimittel auf pflanzlichen Wirkstoffen basieren. Der Schutz des Amazonas sollte deshalb umso wichtiger sein.

Amazonas fällt als CO2-Speicher weg

Forscher und Forscherinnen befürchten, dass schon bald Teile des Amazonas versteppen könnten. Die Böden sind kaum mehr feucht durch die Dürreperioden, die wegen Brandrodung zustande kommen. Dies wäre nicht nur schlimm für die Tiere, die nicht an trockene Ökosysteme gewohnt sind, sondern auch für den Klimawandel, denn Steppen können nicht so viel Kohlenstoffdioxid aufnehmen wie Regenwälder.

Damit fällt der Amazonas als CO2-Speicher weg. Stattdessen setzt er sogar durch die Verwesungsprozesse eher Kohlenstoff in Form von CO2 frei. Trotz der Pandemie dürfen wir also den Klimawandel nicht vergessen und insbesondere nicht seine Folgen. Wenn der Klimawandel so weiter geh, kann es sein, dass es noch viel mehr Pandemien geben wird, vermuten Virologen. Durch die Erwärmung kommen nämlich Krankheitserreger in Regionen, in denen sie sich vorher nicht wohl gefühlt hätten. Ein weiteres Problem des Abholzens ist, dass neue Kontakte durch die Verscheuchung von Wildtieren aus ihren Wohlfühlzonen entstehen, die niemals passiert wären ohne das Eingreifen des Menschen.

Wenn in diesem rasanten Tempo weiter abgeholzt wird, dann erreicht der Wald dadurch bereits seinen Kipppunkt und fällt als Klimaschützer aus. Bis jetzt sind rund 71 Millionen Hektar Wald abgeholzt oder verbrannt worden.

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