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Verdacht auf Coronavirus in Deutschland: Frau auf Isolierstation eingewiesen - Untersuchungen laufen

Hat der Coronavirus jetzt Deutschland erreicht? Offenbar gibt es einen ersten Verdachtsfall in Berlin. Eine Frau befindet sich auf der Isolierstation einer Klinik.
Verdacht auf Coronavirus in Deutschland: Frau auf Isolierstation eingewiesen - Untersuchungen laufen

ZiSch

Das ist ziemlich gut – für eine Frau

In den Köpfen herrscht oft noch Ungleichheit.

Von Fiona Marie Jacobs, 10a, Geschwister-Scholl-Schule

Welcher Junge hat zu seinem Kumpel nicht schon einmal den Satz „Du schlägst wie ein Mädchen!“ gesagt. Und wie oft hat man nicht schon als Mädchen von Lehrern hören müssen „Ich brauche ein paar starke Jungs.“. Wofür bitte? Um ein paar Bücher zu tragen?

Diese Sprüche, die so klein scheinen, sind der Anfang von etwas, was auch außerhalb der Schule fortgeführt wird. In Haushalt, Ehe und vor dem Gesetz gelten für Frauen heute dieselben Rechte wie für Männer. Im Sport aber noch nicht unbedingt. Klar – heute darf man als Frau jede Sportart ausüben und auch an den Olympischen Spielen teilnehmen. Aber mal ehrlich, wer hat zum Beispiel die Frauen-Fußball WM 2015 gesehen oder auch nur mitbekommen, dass sie stattgefunden hat?

Bei dieser WM war die deutsche Nationalmannschaft auf Platz vier. Und wo hat man es gesehen? Nirgendwo. Die Männer-Fußball WM wird überall wochenlang angekündigt. Auf Produktverpackungen sind Spieler abgebildet, und überall ist Fußballstimmung. Dabei hat die Frauen-Nationalmannschaft, genauso wie die Männer, seit 2000 zwei Weltmeisterschaften gewonnen und gewannen sogar 2016 Olympia-Gold, was die Männer seit der DDR-Zeit nicht für sich verbuchen können.

Die Leistungen von Mädchen im Sport werden oft zu wenig beachtet

Als Mädchen gut im Sport zu sein, können oder wollen manche Jungs nicht glauben. Beim ersten Training in der neuen Mannschaft bekommt man dann schon einmal schnell Sätze zu hören wie: „Ein Mädchen das Hockey spielt!?“ Als Junge bekommst du so etwas wahrscheinlich nicht zu hören.

Es gibt genug Fälle, Situationen und Momente, in denen Sexismus gegen Frauen im Sport mehr als deutlich wird, aber es gibt auch Beispiele, in denen um die unnötigsten und unverständlichsten Kleinigkeiten von Medien eine riesige Welle gemacht wird. Ein aktuelles Beispiel ist die Verleihung des Preises für die Welt-Fußballerin. Die Norwegerin Ada Hegerberg gewann diesen Preis. In ihrer Rede forderte sie junge Mädchen dazu auf, ihre Ziele zu verfolgen, an sich zu glauben und nicht aufzugeben.

Etwas später machte der Moderator Martin Solveig einen Witz und fragte Hegerberg, ob sie twerken könne. Ein unangenehmer Moment. Hegerberg selbst meinte nachher sie hätte es nicht als sexistisch angesehen, aber die Medien haben sich darauf gestürzt und es als den sexistischsten Satz überhaupt dargestellt.

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