Zeitung in der Schule

Verfolgter Juden gedenken

Geplantes Max-Leven-Zentrum im Neubau der Stadt-Sparkasse.

Von Alexandra Mouratidou, 8e, Gymnasium Schwertstraße

Im Frühjahr 2021 begannen die Abrissarbeiten alter Gebäude, einschließlich des Parkplatzes der Stadt-Sparkasse an der Kölner Straße. Der Spatenstich erfolgte am 13. Juli 2021, die Grundsteinlegung am 27. Oktober 2021. Traditionsgemäß wurde eine Zeitkapsel gefüllt mit der aktuellen Tageszeitung, der Baubeschreibung und Münzgeld, von Sparkassen-Chef Stefan Grunwald und Oberbürgermeister Tim Kurzbach in die Erde gelegt.

Die Planung und Idee der neuen Stadt-Sparkasse entstand 2018, aufgrund der nicht zukunftsträchtigen und alten Räumlichkeiten, da sie für den modernen Geschäftsbetrieb nicht mehr funktionierten. Die Bauarbeiten werden geplant Ende 2023 fertig sein, und Januar 2024 wird die Filiale umziehen. Mehrere Firmen, keine Generalunternehmer, Architekten und Bauphysiker werden für den Bau zuständig sein. In den so genannten ,,Tabu-Monaten‘‘ Januar und Dezember wird nicht gebaut. Der voraussichtliche Gesamtpreis des Projekts wird auf rund 90 Millionen Euro geschätzt.

Demnächst wird mit der Bodenplatte begonnen

Die neue Hauptstelle wird eine große Veränderung für die Innenstadt sein. ,,Diese Entwicklung treibt die Stadt voran‘‘, so Peter Breuer, technischer Geschäftsführer von SIM GmbH. Begonnen wird zunächst mit der Bodenplatte.

Auf der jetzigen Baustelle war früher unter anderem das Haus von Max Leven und seiner Familie. Es ist geplant, im Neubau eine Bildungs- und Gedenkstätte an Max Leven zu integrieren. Die Max-Leven-Gasse wird außerdem ein wenig erweitert. Max Leven war ein jüdischer Kommunist. Im Frühjahr 1933 nahm man ihn fest. Am 10. November 1938 wurde er von Mitgliedern der NSDAP ermordet.

Der Verein Max-Leven-Zentrum e.V. hat zur Planung der Bildungs- und Gedenkstätte am Standort Max-Leven-Gasse beigetragen. Ziel des Vereins ist es, dass die Erinnerung an Solinger Opfer während der Zeit des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit gerät. Ioanna Zacharaki, ehrenamtliche Bürgermeisterin Solingens, erklärte: ,,Es ist wichtig, Erinnerungskultur aufrecht zu erhalten, denn Bespiele wie Halle 2019 zeigen, dass es noch heute sehr viele Vorfälle in Deutschland gegen Juden gibt. So etwas darf nie wieder passieren.‘‘ Die Max-Leven-Gasse liegt zentral und wird eine moderne bauliche Weiterentwicklung. Die Menschen werden durch den Zusammenschluss von öffentlichen Gebäuden, Dienstleistungen von Bank- und Bildungsarbeit und Erinnerungskultur an Max Leven und seine Geschichte erinnert.

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