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Wozu braucht man eigentlich eine Partei?

ZiSch-Reporterin geht der Frage auf den Grund.

Von Julia Thiel Marquez, 8a, Albert-Schweitzer-Schule

Wenn man engagiert ist, geht man in eine Partei. Das höre ich als Jugendliche oft. Aber was macht man eigentlich in einer Partei? Diese und weitere Fragen hat mir Herr Herbert Bielschowsky von der SPD erläutert.

In Deutschland gibt es circa 50 Parteien. Von den großen wie der CDU oder der SPD lesen wir täglich in der Zeitung oder hören von ihnen in anderen Medien. Als Jugendliche ist mir der Begriff ,,Partei ‘‘ zu abstrakt. Ich möchte wissen, was es sich damit auf sich hat. Laut Wortbedeutung meint Partei zunächst einmal ,,Teil, Richtung‘‘. Es ist damit eine Organisation gemeint, wo Menschen dasselbe Ziel haben, möglichst viel Mitsprache in der Politik zu haben.

Warum tritt man einer Partei bei und ab welchem Alter ist dies möglich? Man geht in eine Partei, um politisch aktiv zu werden und etwas „bewegen‘‘ möchte. Jeder, der sich interessiert, kann zu einer Partei gehen. Der SPD selbst kann man erst ab 16 Jahren beitreten, aber bei unseren zwei Jugendorganisationen schon mit 14 Jahren.

Eine Partei hat unterschiedlich viele Mitglieder. Die SPD hatte im Jahr 2011 rund um 500 000 Mitglieder in Deutschland. In diesem Jahr sind es circa 450 000 Mitglieder. In Solingen gibt über 1000 Mitglieder in der SPD.

Kostet es etwas und bekommt man ein Gehalt? Es wird ein Mitgliedsbeitrag gezahlt, je nach Einkommen – eine Gebühr. Wenn man viel verdient zahlt man mehr, als wenn man weniger verdient. Mitglieder bekommen kein Gehalt. Die Parteiarbeit ist ehrenamtlich.

Wie ist der Ablauf der Versammlung und wo trifft man sich?

Es gibt eine vorher festgelegte Tagesordnung. Sie wird von der Versammlung beschlossen und einzelne Punkte werden „abgearbeitet“. In jedem Stadtbezirk gibt es Abgeordnete, also die Wähler der Parteien. Sie treffen sich in einem Parteihaus, einer sogenannten „Geschäftsstelle“. Dort sind Versammlungsräume und Büros von Landtagsabgeordneten oder von anderen Mitgliedern. Dort werden wichtige Fragen besprochen, wie zum Beispiel was in der Zukunft passieren soll oder wie man die Probleme in der Stadt lösen kann.

Die SPD setzt sich besonders für das Projekt „Soziale Stadt“ ein. Das Projekt setzt sich zum Beispiel für das Mehrgenerationenhaus ein oder dafür, dass der Proberaum im Theater und Konzerthaus von Jugendlichen zum Musizieren genutzt werden kann. Auch das neue Outlet-Center ist dort ein Thema.

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