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Wohnen in Gemeinschaft

Nicht immer ist ein Zusammenleben allerdings freiwillig.

Von Alisa Kail und Rebecca Weber, 9abc/G1, Alexander-Coppel-Gesamtschule

Heutzutage entschließen sich immer mehr Menschen, nicht mehr alleine in Wohnungen oder Häusern zu leben. Viele bevorzugen es in Gemeinschaften zu leben, in Mehrgenerationenhäusern, Studenten- oder Altenheimen. Dies geschieht alles freiwillig.

Doch es gibt auch unfreiwillige Wohngemeinschaften. Eine Form davon sind die Flüchtlingsunterkünfte. Zurzeit kommen viele Flüchtlinge nach Deutschland, die eine Unterkunft benötigen und in Flüchtlingshäusern untergebracht werden müssen. Viele sind unzufrieden, da sie mit zahlreichen Menschen auf engem Raum zusammen sind, meist ist es die einzige Möglichkeit, die ihnen bleibt. Einige müssen sogar anfangs in Schlafsäcken auf dem Boden schlafen.

Die folgende Meinungsäußerung eines Flüchtlings steht für die Meinung vieler: „Es ist in den Nächten kalt und ich würde gerne alleine mit meiner Familie wohnen, morgens nicht mit dem Gefühl aufwachen, dass wir abgeschoben werden können.“ Fast alle Flüchtlinge wollen sich in Deutschland ein besseres Leben aufbauen.

Doch zunächst gibt es oft nur die Möglichkeit, in einem Flüchtlingsheim zu leben, wo man sich die Mitbewohner nicht aussuchen kann. Der 35-jährige Serman O. teilt seine Meinung mit uns und sagt: „Es ist schade, dass wir so leben müssen. Das Einzige, was ich machen kann, ist jeden Tag zu hoffen, nicht auf der Straße zu landen. Die Chancen für ein gesichertes Leben in Deutschland stehen schlecht.“

Dennoch sind die meisten Flüchtlinge zufrieden, weil sie zumindest ein Dach über dem Kopf haben. Die Hoffnung, dass es besser wird, ist deutlich zu spüren.

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