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Woher kommt unser Trinkwasser?

Das Solinger Leitungswasser kann man guten Gewissens trinken.

Von Kevin Zestnik, 8c, Gymnasium Schwertstraße

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, woher unser Wasser in Solingen kommt oder wie die Qualität unseres Trinkwassers ist? Unser Trinkwasser wird überwiegend aus der Sengbachtalsperre gewonnen.

Dieses Wasser ist sehr weich und ohne viele Verschmutzungen. Daher ist es sehr gut als Trinkwasser geeignet. Trotzdem wird es oft gereinigt. Das geschieht in Solingen durch insgesamt acht Personen im Labor der Stadtwerke Solingen. „Es werden zweimal täglich an drei verschiedenen Standorten Wasserproben entnommen“, so Herr Esser, der Laborleiter.

In den Wasserlaboren wird sich strikt an die Trinkwasserverordnung gehalten. Damit dies funktioniert und allen Solinger Haushalten Wasser in einwandfreier Qualität zur Verfügung steht, fließt es von der Sengbachtalsperre durch eine Leitung von 900 Millimeter Durchmesser in das naheliegende Wasserwerk Glüder. Dort wird es mittels Filtern und moderner Prozesstechnik in mehreren Stufen zu Trinkwasser aufbereitet.

Laut Herrn Esser weist unser Solinger Wasser keinerlei schlimme Verschmutzungen auf. „Lediglich mikrobiologische Belastungen und kleine Schadstoffe werden besonders herausgefiltert.“ Eine Jahreszeit, in der das Wasser besonders gereinigt werden muss, gibt es nicht, nur nach starkem Regen ist das Wasser schmutziger als sonst. Denn bei Starkregen werden vermehrt Stoffe ins Wasser gespült und das Wasser weist eine höhere Trübung auf.

Die Sengbachtalsperre zählt zu den ältesten deutschen Trinkwasserspeichern. Die Stauanlage wurde zwischen 1900 und 1903 angelegt. Die Höhe der Talsperrenmauer, welche aus Bruchstein besteht, beträgt 43 Meter, bei einer Breite von fünf Metern. Sie hat ein sehr großes Fassungsvermögen. Bei Vollstau fasst die Talsperre 36 Kubikmeter Wasser. Die Tiefe beträgt 36 Meter.

Die Sengbachtalsperre ist auch ein sehr beliebtes und schönes Ausflugsziel. Sie ist ein attraktives Wanderziel und zugleich ein Erholungsgebiet. Man kann dort einen Talsperrenrundgang machen, der 12 Kilometer lang ist. Täglich wird sie von vielen Spaziergängern genutzt. Drumherum ist ein großes Waldgebiet, das kontinuierlich aufgekauft wird, um es sauber zu halten und in Kooperation mit den Landwirten aus der Umgebung zu beforsten.

Die Stadtwerke Solingen helfen auch bei der Aufforstung. In den letzten 30 Jahren wurden rund 400 000 Bäume gepflanzt, sodass der Waldanteil im Einzugsgebiet mittlerweile auf rund 44 Prozent angewachsen ist. Die „grüne Lunge“ im Waldreichen Dreieck zwischen Solingen, Witzhelden und Wermelskirchen umfasst 12 Quadratkilometer.

Das Leitungswasser in Solingen können Sie also komplett ohne Bedenken trinken. Viele abgefüllte Edelwässer können dem Solinger Trinkwasser „nicht das Wasser reichen“.

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