Zeitung in der Schule

Wölfe sind hier wieder heimisch

Übergriffe auf Weidetiere häufen sich.

Von Anna-Marie Nau und Josy Klein, 8b, Gymnasium Vogelsang

Der letzte Wolf wurde 1835 in Herbern erlegt. Im Jahre 2000 gab es dann zum ersten Mal wieder Nachwuchs in Deutschland. Seitdem gibt es immer mehr Kritik gegen sie.

Ein Berufsjäger erklärt, an manchen Orten sei einfach kein Lebensraum mehr für Wölfe. Der NABU fügt hinzu, es gebe durchaus Orte, an denen der Wolf sich sehr gut eingelebt habe. Doch vor allem in städtischen Gebieten gebe es ein gewisses Konfliktpotenzial.

Der Mensch hat sich daran gewöhnt, ohne den Wolf zu leben, und hat einen großen Teil seines Lebensraumes eingenommen. Die Wölfin Gloria und ihr Rudel im Wolfsgebiet Schermbeck sind ein treffendes Beispiel. Immer öfter kommt es zu Übergriffen auf Weidetiere, bevorzugt auf Schafe. Mittlerweile häuft sich nun aber auch noch die Zahl der gerissenen Ponys. Verständlich, denn Nahrung in einem Gatter ohne Fluchtmöglichkeit vorgesetzt zu bekommen, ist leichter als selbst zu jagen. Die fehlende Wolle der Ponys macht es außerdem angenehmer sie zu verzehren. Wölfin Gloria bekam schon Nachwuchs und das Rudel wird sich weiter vergrößern. Sie wird das Wissen der erleichterten Nahrungsbeschaffung an die nächsten Generationen weitergeben. Eine in Schermbeck lebende Pferdewirtin erzählt, dass es noch keine Angriffe auf Großpferde gab, doch dass sie bald erweiterte Sicherheitsmaßnahmen für das Fohlen, das ihre Stute erwartet, einrichten müsse.

In anderen Ländern ist der Wolf zur Jagd freigegeben

Insgesamt wird allen Weidetierhaltern in Wolfsgebieten geraten, ihre Tiere besonders gut zu schützen. Es gibt Wolfszäune, speziell ausgebildete Herdenschutzhunde und neuerdings auch Esel, da diese sehr wehrhaft auf Angreifer reagieren. Allerdings besitzt nicht jeder die finanziellen Mittel für solche Schutzmaßnahmen. Zwar kann man auch Hilfen des Staates beantragen, jedoch ist das ziemlich langwierig und schwer durchzusetzen, da man aussagekräftige Beweise für die Bedrohung durch den Wolf benötigt. Bis dahin sind viele Tiere schon gerissen, gibt ein Schäfer zu bedenken.

Noch ist es nur in gewissen Ausnahmen erlaubt, einen Wolf zu erlegen. Der Wolf muss einen erheblichen Schaden verursachen oder einen Menschen beziehungsweise seinen Hund angreifen. Nun fordern immer mehr Menschen, ihn in das Jagdrecht aufzunehmen. Auch in anderen Ländern mit einer geringeren Wolfspopulation, aber einem deutlich größeren Lebensraum, ist er zur Jagd freigegeben.

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