Wipperkotten: Förderverein freut sich über neue Fenster

Von Jutta Schreiber-LenzReinhard Schrage vom Förderverein des Wipperkottens freut sich: Das Fenster-Projekt ist erfolgreich abgeschlossen. Die 61 Fensterflügel des historischen Gebäudes erstrahlen in neuem Anstrich auf den sorgfältig nach historischer Vorlage erneuerten Rahmen. Jetzt zieht kein bergischer Wind mehr durch morsches Holz, das Arbeiten des Schleifers und überhaupt der Aufenthalt im Inneren des Kottens ist nun wieder spürbar angenehmer.„Gestern war die Fachfirma Stöcker ein letztes Mal hier, um letzte Feinarbeiten durchzuführen“, sagt Reinhard Schrage. Die Kosten von mehr als 50 000 Euro für die handwerklich perfekte Sanierung beziehungsweise den Schritt-für-Schritt-Austausch durch historisch passende Nachbauten seien gestemmt, sagt er. Fördermittel vom Land sowie viel Geld aus dem Topf der Elisabeth-Birkhofen-Stiftung seien zu den Eigenmitteln des Vereins hinzugekommen. Aber genau um Letztere macht sich der Vorsitzende des Fördervereins derzeit große Sorgen. Nicht nur, dass aufgrund der Corona-Kontaktsperre keine Führungen im Wipperkotten stattfinden. Auch das Frühlingsfest im Mai ist abgesagt und ob das Schleiferfest im Spätsommer stattfinden könne, stehe noch in den Sternen. „Das Frühlingsfest war unsere Haupteinnahme-Quelle“, sagt er. „Das tut uns richtig weh.“ Aber natürlich gehe die Gesundheit vor, sagt er nachdrücklich. „Sowohl wir vom Förderverein als auch viele unserer Besucher sind im Senioren-Alter und gehören folglich zur Risikogruppe.“Dennoch bereitet ihm die finanzielle Situation Sorgen, denn „das Wasserrad macht uns Kummer“, sagt Schrage. „Sowohl das Rad selbst als auch der untere Teil der Welle, auf der es aufliegt, sind angefault und müssen so schnell es möglich ist, ausgetauscht werden.“Schon bald sollen Fördermittel beantragt werdenDa werde mehr Geld als bei den Fenstern in die Hand genommen werden müssen, ist er sich sicher und will sich bald darum kümmern, wann und wo welche Fördermittel zu beantragen sind. „Natürlich können wir erst loslegen, wenn die Finanzierung steht und das dauert sicher“, sagt er realistisch. Schrage geht von in frühestens zwei Jahren aus. „Vorher wird sich da nichts tun.“

Dach: In einem nächsten Schritt muss das Wasserrad saniert werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare